Eine geniale Idee
Joint Adventures in München riefen auf, in nur 60 Sekunden, im Format des Werbeclips, ein «Choreographic Capture» zu filmen. Derzeit zeigen viele Kinos die Gewinner in ihrem Reklameblock. Man sieht den 1. Preis: Anna Dubrovkas «Rush». Ein paar Männer toben im Büro, wie von Lloyd Newson mit seiner DV8 in den 1980ern gefilmt. 2. Preis: Philippe Saire zeigt einen schwarzen Mann, der gern Autoscooter fährt und einen Anzugträger in Weiß bedrängt. Die 3. Preise ... Aufhören? Nein, ein guter Clip ist schon dabei: Alex Reubens «Que Pasa».
Die streng schwarz-weiße Silhouette von Louise James tanzt zu Klavier und Jazz-Percussion fantastische Figuren aufs Zelluloid. Nur diese, die einfachste Idee, ist capturing, nimmt gefangen. Das ist die Kunst der 60' – mach mich an und gewinn die Kinogänger für den Tanz. Alle kennen die Motorola-Reklame, das aggressive Tanzpaar, das in der U-Bahn mit Razr-Handys kämpft. Da liegt die Latte. Im Kinosessel denken die jetzt: Wie unfrisch der Tanz ist, wie gedankenlos, wie unwitzig. War das gewollt?
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