Stéphanie Fuster: «Questquetudeviens?»
Selbst in Spanien spricht man von einer Renaissance des Flamenco. Tänzer wie Israel Galván beweisen, dass der ursprüngliche Volkstanz einen erneuerten Platz auf der Theaterbühne verdient. Postmoderner Flamenco wird, zumindest für die Los Angeles Times, zum Begriff, und Aurélien Borys neuestes Stück für die französische Tänzerin Stéphanie Fuster gehört in genau diese Kategorie.
«Questcequetudeviens?» ist ein Solo für «La Fani» (das Diminutiv für Stéphanie), die von vielen als die beste unter allen nichtspanischen Flamenco-Tänzerinnen angesehen wird.
«Was ist aus dir geworden, Mädchen?», fragt der Titel. Eine Frage, die zwingt, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Unzufriedenheit und Enttäuschung schwingen mit. Wie war das, als junge Frau nach Andalusien zu ziehen? Als Ausländerin hartnäckig diese fremde Tanzkunst lernen zu wollen?
Aurélien Bory macht daraus eine tragikomische Geschichte. Der französische Leiter der Compagnie 111 ist ein Spezialist des visuellen Theaters. Er erzählt ohne Worte und manipuliert die Objekte. In «Questcequetudeviens?» überlässt er einem blutroten Flamencokleid die zweite Hauptrolle. La Fani erscheint darin als junges Mädchen, von den Rüschen ...
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