Silke Z.: «Felix trifft Felix»

Düsseldorf

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Der Mann ist ein Mangelwesen. Ihm fehlt ein Ärmchen an einem Chromosom. Dabei fühlt sich das «doppelte Felixchen» auf der Bühne der Kölner Choreografin Silke Z. gar nicht schlecht. «Felix trifft Felix» dort, um über die eigene Männlichkeit zu grübeln. Das heißt: Der Tänzer Felix Marchand aus Berlin tanzt mit dem Schauspieler Felix C. Voigt aus Dresden, um blödelnd die schlagertaugliche Frage zu erkunden: Wann ist der Mann ein Mann? Zum Beispiel beim Baggern. 

 

Ein Dancefloor-Wumms aus den Lautsprechern fährt allen in die Knochen.

Beide  Felixe haben eine Damen-Plastik-sandale mitgebracht. Die platzieren sie auf dem Tanzteppich und tun so, als stecke im Schuh ihre Märchenprinzessin. Felix der Ältere (Voigt) präsentiert seinen Balztanz: Schwer in den Schultern, locker in den Hüften, sportlich im Turnschuh, so nähert er sich seiner körperlos-fiktiven Plastik­sandalen-Trägerin. Da hüpft Felix der Jüngere in die Rolle der Traumfrau und schon ist es passiert: Die Jungs liegen sich begeistert rangelnd und rempelnd in den Armen, das holde Objekt der Begierde ist vergessen.

 

Als Frau fühlt man sich da zurückversetzt auf den Schulpausenhof, aber wenn man Silke Z. glauben darf, ist das ...

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Tanz November 2009
Rubrik: Gastspiel, Seite 34
von Nicole Strecker

Vergriffen
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