Shantala Shivalingappa: «Namasya»
Angekündigt waren zuerst nur ein Solo für Shantala Shivalingappa von Ushio Amagatsu und eins von Pina Bausch. Die nächste Aussendung wusste von einem dritten Solo, kreiert von der Interpretin selbst. Dass es am Schluss noch ein viertes geben würde, gestaltet von Savitry Nair, erfuhr das Publikum im Théâtre de la Ville mündlich, direkt vor Beginn. Verdichtet hat diese «Soli contemporains» der Jungstar aus Madras, in Paris wie in Wuppertal zu Hause, zu einem Abend unter dem Titel «Namasya».
Sie schaffte es zuerst, ihre Bewunderung für Sankai Jukus Hochglanz-Butoh umzumünzen in eine Zusage Amagatsus, zum ersten Mal seit der Gründung seiner Kompanie für jemand anderen als seine stets männlichen Tänzer zu kreieren. Shantalas Mut, aus vorgezeichneten Bahnen auszubrechen, wirkt eben ansteckend. Tatsächlich wirkt Amagatsus erster Ausflug in Richtung indischer Tanz noch wie ein vorsichtiges Abtasten, das er mit der Kamera bewältigt. «Ibuki» wird von zwei betörend schönen Videos von Alexandre Castres eingerahmt. Da fährt die Kamera den blau-orangenen Sari auf und ab, ergründet die Mudras im Close-up, lässt Linien verfließen wie im Wasser oder das Bild erschüttern wie durch Herzschläge oder ...
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Pina Bausch zeigt in der Pariser Oper ab 4. Februar wieder ihre Tanzoper «Orphée et Euridice» – bis zum 19. Februar im Palais Garnier. In London nimmt sie schon am 13. Februar «Café Müller» wieder auf, das im Sadler’s Wells zusammen mit ihrem 1975 entstandenen «Frühlingsopfer» bis zum 22. Februar zu sehen sein wird.
Zu diesem «Sacre» fand vor zwei Jahren in...
