N.Q.Z.C
Wenn Sie wählen müssten, wen würden Sie retten? Die Menschheit oder Ihre(n) Lebenspartner(in)? Mit Fangfragen aus der psychologisch-demagogischen Trickkiste erinnert Wayn Traub da-ran, wie sehr wir Mensch geworden, aber Tier geblieben sind. Denn entweder wir machen Abstriche am American Way of Life, oder es sieht schlecht aus für die Globalisierung des Wohlbefindens. Wie «N.Q.Z.C» zeigt, drücken wir uns lieber vor der Antwort und machen uns auf in den Weltraum, um eine bessere Lebensform zu schaffen.
Das Gerede von Liebe und Altruismus hält dem Praxistest nicht stand, erklären Traub und der belgische Autor Paul Pourveur, die gemeinsam den Text schrieben. Und darin steht: Unter existenzieller Bedrohung verhalten wir uns wie Tiere. Sperrt man ein Liebespaar in einen Raum, dessen Boden sich zerstörerisch erwärmt, wird schließlich der Stärkere auf den Körper des Schwächeren klettern. Am Ende des Stücks tanzen sie diesen Albtraum tatsächlich. Belgiens neuer Star der Bühnenkunst verdankt seinen Aufstieg dem Theater Toneelhuis in Antwerpen und dem Théâtre de la Ville in Paris. Er liebt es, Welten hinter der rationalen Fassade des Homo sapiens zu ergründen, von Tier bis Teufel, von den ...
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In «Sonntags-Abschied» steckt Abschied. Es ist etwa zwei Jahre her, dass Karlheinz Stockhausen mir einen Brief schrieb: «Ich muss Ihnen etwas zeigen.» Das war einige Jahre nachdem er mir erlaubt hatte, ein Stück zu seinem «Helikopter»-Quartett zu kreieren. Er empfing mich in seinem Studio und spielte mir «Sonntags-Abschied» vor. Es war wie der Gesang der Sirenen...
Wie kam das Tier zur Kunst? Durch die Hintertür. Als ich in Paris als Tänzerin anfing, hat mich meine siamesische Katze zum Training begleitet. Immer wenn ich mich zum Aufwärmen auf den Boden legte, hat sie sich reflexartig auf meinen Bauch gelegt. Siamesen sind Diven, sie fordern Aufmerksamkeit. Vielleicht wollte sie aber nur «mitmachen». Jedenfalls fand ich es...
Tanztherapeuten sind immer auf der Suche nach dem Menschlich-Allzumenschlichen. Sie suchen die «Animalität», das Tier, das fast wortgleich auch die Seele (Anima) und die Bewegung (Animé) meint. Alles drei steht in einer sehr alten verwandtschaftlichen Tradition. Schon der Grieche Aristoteles fasst den Menschen als Einheit von Körper und Seele auf, um so zwischen...
