sein, oder

Jede Zelle hat Bewusstsein, sagt Bonnie Bainbridge Cohen. Mit Irene Sieben hat die Mutter des Body-Mind Centering über Embryologie gesprochen – wie wir zu dem werden, was wir sind

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Am Anfang sind wir zwei. Für Bonnie Bainbridge Cohen war die Erkenntnis, dass schon 24 Stunden nach der Verschmelzung der männlichen Samenzelle mit der weiblichen Eizelle ein zweizelliges Lebewesen sein Wachstumsrecht fordert, der Clou. Die Lehre von einer Primärzelle ist überholt. Zwei identische Tochterzellen ruhen in einer Membran, wie ein Abbild des Yin-Yang-Symbols. Sind wir zum Miteinander geboren? Die amerikanische Bewegungsforscherin ist überzeugt davon: «Wir kommunizieren bereits. Wir haben verschiedene Polaritäten in uns.

Ist das nicht faszinierend?» Die traute Contact Improvisation währt allerdings nicht lange, denn nach zwei Tagen sind aus zwei bereits vier Zellen, dann acht geworden, und schon drei Tage später findet sich der werdende Mensch als kugeliger Zellhaufen wieder, Morula oder Maulbeerkeim genannt, nicht größer als eine Bleistiftspitze.

Aus diesen rund fünfzig Zellen wächst am siebten Tag die Blastozyste mit einer inneren und äußeren Schicht, aus der sich Zellen differenzieren, die zum Embryoblast, dem späteren Fötus, werden und zu einer äußeren Masse, Trophoblast, die den Prozess der Menschwerdung unterstützt und eine Verbindung herstellt zum Blutkreislauf ...

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Tanz August/September 2008
Rubrik: Körper, Seite 96
von Irene Sieben

Vergriffen
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