Cyd Charisse

gestorben

Tanz - Logo

Cyd Charisse war keine brillante Schauspielerin, sie war ein Typ. The vamp in the wedge cut aus «Singin’ in the Rain» (1952) machte sie in nur fünf Minuten Leinwandzeit berühmt. Die Lady Unberührbar mit dem inneren Feuer, die kalte Göttin mit dem heißen Geheimnis. Streckenweise ein bisschen – fad. Eleanor und Jane Powell, Judy Garland und Rita Hay-worth, Kathryn Grayson, Ann Miller, Vera-Ellen, June Allyson, sogar Debbie Reynolds, Doris Day und Ginger Rogers waren dagegen Multitalente. Doch gehörte Charisse in den 1950ern zur ersten Garde der glamourösen MGM-Musicalstars.

Obwohl ihre Stimme nicht zu brauchen war. Zum Singen nicht und gerade eben so zum Sprechen (kurzer Sätze). Am wirkungsvollsten, eine echte Ikone, hielt sie einfach den Mund. Der: ein sinnlicher Sündenfall in Kirsch-rot, voll und geschwungen, entwaffnend, wenn sie lächelte, als käme sie gerade von der Apfelernte. Provozierend in ihrem Trau-dich-Pokerface. Viel mehr Ausdruck war da nicht und auch nicht nötig. Drei Gesichter zum Wechseln, die ganze Frau ein Rätsel im Wartestand. Worauf? Die Musik und den Einsatz, den Tanz. Dann aber! Wurde sie Sirene und «Party Girl» (1958), moderne Sylphide («Brigadoon», 1954), ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August/September 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 64
von Katja Werner

Vergriffen
Weitere Beiträge
Brief aus Salamanca

Ein gepfefferter Leserbrief. Ein Pamphlet in der Lokalzeitung, sehr aggressiv. Unter dem schlichten Titel «Reflexiones sobre el festival de las artes» ballern die Verteidiger des kulturellen Erbes aus allen Rohren. Unerhört, für das Kulturfestival in Salamanca Jahr für Jahr im Hof der Casa de las Conchas, einem venezianisch anmutenden Palast aus dem 16....

Die Beine

Something or someone’s got “legs.” It’s a turn of phrase that simply means a person or thing is worthy and has staying power. In that respect, Édouard Lock’s got legs. Otherwise, let’s just say that, on the surface, the topic of legs in dance can seem sexy, or sexist. Depends on your perspective. And I’m all too aware how any term can brand someone, particularly in...

The epicentre of an empire

Many of Britain’s most creative choreographic thoroughbreds are stabled and watered at Sadler’s Wells where they are advised and mentored by Alistair Spalding, the most influential man in Brit-ish modern dance. He is the Chief Executive and Artistic Director of Sadler’s Wells Theatre and has transformed his new building, on its immensely important historic site,...