Screening 6/25
MANUEL LIÑÁN
Mutter und Sohn spazieren durch Grenada: «Ich weiß noch, wie Du Dir das Tuch umgelegt hast als wären es lange Haare.» Der Vater kommt? Schnell weg damit! «Ich habe von klein auf gelernt, dass Männer und Frauen sich unterschiedlich bewegen», sagt Manuel Liñán, einer der berühmtesten Tänzer Spaniens und eine Ikone (nicht nur) der queeren Szene. Denn er hat alle Verbote ausgehebelt, wurde Flamenco-Interpret statt Torero. Kein leichter Weg, wie das Filmporträt von Roser Corella dokumentiert.
Es verwebt Gespräche, Showszenen, Choreografien (großartig: «Die Schönheit der Vielfalt», ein Dialog mit barocken Skulpturen) mit Alltags-Impressionen und Garderoben-Intimität. Zwischendrin fällt der entscheidende Satz: «Ich bin Manuel in einem Kleid. Weder ein Frauen- noch ein Männerkleid. Es ist das Kleid von Manuel.» Zu bestaunen am 15. Juni, 23.20 Uhr, auf www.arte.tv
3sat, www.3sat.de
21., 22. Juni: Thementag «Tanzfieber»:
21. Juni, 7.55 Uhr: «Revolution Dancefloor – Die bewegende Geschichte der Schweizer Clubkultur», SRF 2022
21. Juni, 8.50 Uhr: «Radical Disco – Die frühen Jahre der Clubs»
21. Juni, 9.35 Uhr: «Mythos Disco – Nachtleben in Ost und West», Film von Tobias Wiethoff ...
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Tanz 2025
Rubrik: Kalender, Seite 50
von
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Und irgendwann hört man auf, nach Romeo und Julia zu suchen, nach dem berühmten Liebespaar aus Shakespeares berühmtester Tragödie, einem Liebespaar, das keines sein durfte, weil beider Familien verfeindet waren bis aufs Blut. Man hört auf, Romeos Freund Mercutio erkennen zu wollen, Julias Amme oder ihren wütenden Cousin Tybalt, der von Romeo getötet wird. Endlich...
Nicht immer nur Reden, sondern auch mal Zuhören – darum soll es in Brice Asnars erster choreografischer Arbeit für das Ballett Cottbus gehen. Der Titel «Hīeran» verweist auf das altenglische Wort für Hören und damit auf eine frühere Form dieser Praxis, die uns heute laut Asnar abhandengekommen ist. Nicht so im Theater, ist das Publikum dort doch gezwungenermaßen...
