Euphorie

Lilit Hakobyan kann viel: Tanz, Choreografie, Fotografie. Und behält dabei immer im Blick, was wichtig ist

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Lilit Hakobyan mag Kriminalromane. «Mit meiner Art zu denken, wäre ich womöglich eine gute Ermittlerin», lacht die Tänzerin und Choreografin. «Vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen Choreografie und der Welt des Verbrechens: Beides ist ein Puzzle, in beiden Bereichen versucht man, Teile zusammenzusetzen.» Aktuell schwört Hakobyan auf die Autorin Bella Mackie, unter Connaisseuren bekannt für Romane wie «How to Kill Your Family» und «What a Way To Go»: «Ich liebe, wie sie schreibt, es ist sarkastisch, es ist lustig, aber es sind immer noch Kriminalgeschichten.

» Dass das Gespräch auf den Krimikonsum der Tänzerin kommt, ist die Folge eines Journalistentricks: «Was hätten Sie gemacht, wären Sie keine Künstlerin geworden?», so etwas fragt man, wenn man ein rundes Interview elegant zu einem Schluss bringen möchte, als softe Frage zum Gesprächsfinish. Aber Lilit Hakobyan interessiert sich nicht für Geplänkel, sie nimmt die Frage ernst, so wie sie alles an diesem Interview ernst nimmt, so wie sie auch ihrer Kunst mit tiefem Ernst gegenübertritt. Also: eine Ermittlerin. Jemand, der Puzzleteile zusammensetzt.

Zwischen «Schwanensee» und «Don Quijote»
Wobei die Frage nach einer ...

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Tanz 2025
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Falk Schreiber

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