Screening 5/23
ZÄRTLICHKEIT DER GEWALT
Alain Platel gehört zu den Choreografen, deren Kunst immer auch den Tabubruch einschließt. Vor fünf Jahren löste er mit «Requiem pour L.» eine Debatte darüber aus, ob man den realen Prozess des Sterbens aufzeichnen und die Bilder als Bühnenprospekt verwenden kann. Jetzt zeigt Arte Platels Filmdebüt «Why We Fight? Die Zärtlichkeit der Gewalt»: einen eineinhalbstündigen Essay mit teils grausamen Bildern, die mitten hineinführen in unsere Gegenwart.
Ausgangspunkt ist die Choreografie «nicht schlafen» von 2016 – eine so ergreifende wie faszinierende Auslegung der Musik von Gustav Mahler, die Platel mit historischen Aufnahmen von sogenannten «Kriegsneurotikern» alterniert. Zudem lässt er Menschen zu Wort kommen, die Gewalt erlebt und erlitten haben. Nicht weghören, auch wenn es schwerfällt. Nicht wegsehen. Denn der Film zeigt eben auch Platels fantastische Kompanie les ballets C de la B und: die Liebe zum Leben. Bis 31. Mai in der Arte-Mediathek und als TV-Ausstrahlung am 14. Mai, 22.55 Uhr; «nicht schlafen» bis 15. Oktober auf Arte Concert; www.arte.tv
Ballett im Kino
Live aus dem Royal Opera House in London, www.rohkinokarten.com
24. Mai, 19.15 Uhr: ...
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Tanz Mai 2023
Rubrik: Kalender, Seite 46
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Notiert
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