Schweizer Tanzfest
An einem Wochenende im Mai tanzt die ganze Schweiz. So will es das Tanzfest, das jedes Jahr stattfindet – das nächste Mal vom 10. bis zum 14. Mai. Das Tanzfest ist ein Projekt des Schweizer Tanznetzwerks Reso zur Verbreitung des Tanzes als Kunstform und Lebensfreude. Im Zentrum stehen die Menschen einer Stadt, ob groß oder klein, jung oder alt, leicht- oder linksfüßig – sie alle sollen zum Tanzen ermuntert werden. Und sie sollen sehen, was professionelle Tanzschaffende produzieren.
Das Tanzfest ist einerseits ein Partizipationsprojekt, das jedem und jeder ermöglicht, sich bewegend ein Bild von Bewegung zu machen. Andererseits gibt es zahlreichen Tanzschaffenden die Möglichkeit, ihre Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen. Entstanden ist das Tanzfest 2006 in Zürich und hat sich seither rasend weiterentwickelt und ausgebreitet: 2007 nahmen 5000 Menschen teil, 2019 waren es fast 95 000.
Dieses Jahr finden in dreißig Städten und Gemeinden aller Landesteile Schnupperkurse in verschiedenen Tanzstilen statt sowie Masterclasses und Profitrainings – je nachdem, was die betreffende Gemeinde zu bieten hat. Hinzu kommen kleinere Showcases und eine Schweizer Tour mit Stücken professioneller ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2023
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Lilo Weber
Erik Bruhn prize
STUTTGARTER TRIUMPH
Gleich doppelt hat das Stuttgarter Ballett beim renommierten «Erik Bruhn Prize» in Toronto gepunktet: Die erst 20-jährige Solistin Mackenzie Brown ging als «Best female dancer» aus den Ausscheidungen hervor, bei den Männern trug Daichi Ikarashi vom Royal Ballet London den Sieg davon. Derweil überzeugte Roman Novitzky, Artist in...
Am 14. Mai jährt sich zum 75. Mal die Staatsgründung Israels. Die USA sind nicht nur politisch ein treuer Verbündeter, sondern auch kulturell. Im Tanz gilt das seit Beginn der amerikanischen Moderne: Tänzer*innen wie Anna Sokolow, Pearl Lang und Sophie Maslow schöpften aus ihrem jüdischen Erbe. Ebenso ihre Nachfahrinnen: Liz Lermans «The Good Jew?» (1992) und Risa...
Am Mariinsky in Sankt Petersburg herrscht auch in Kriegszeiten Business as usual. Mit einem Großaufgebot von mehr als 150 Tänzer*innen, Studierenden der Waganowa-Akademie und einem leibhaftigen Pferd ist dort gerade Marius Petipas «Tochter des Pharao» herausgekommen, in der Rekonstruktion des italienischen Tänzer-Choreografen Toni Candeloro. Seine eigene...
