Im Establishment

Hip-Hop

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Es ist mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten, aber: Die Wiege des deutschen Hip-Hop steht in Heidelberg. Mit Protagonist*innen wie Advanced Chemistry, Cora E. und den Stieber Twins war die Universitätsstadt Anfang der Neunziger ein Epizentrum von Rap, B-Boying und Graffiti, nicht zuletzt wegen der hier sehr präsenten US-Armee. Die ist längst abgezogen, Rap wurde Mainstream, während die anderen Elemente des Hip-Hop in den Underground abgewandert sind, und Heidelberg ist wieder das beschauliche Städtchen von früher.

Entsprechend zeugt es von Geschichtsbewusstsein, dass die UNESCO explizit die «Hip-Hop-Kultur in Heidelberg» als Immaterielles Kulturerbe anerkannt hat, zumal hier nicht nur vom Rap ausgegangen wird, sondern von einem Kulturkomplex als Ganzem, der auch Bildende Kunst und Tanz mitdenkt.

Allerdings macht das Ruhrgebiet Heidelberg seinen Ruf streitig. Auch Pottporus denkt ganzheitlich, eine Plattform für Urban Arts, die unter anderem in Herne die Flottmann-Hallen betreibt sowie die weit über den Pott hinaus aktive Streetdance-Gruppe Renegade fördert. Und: Pottporus initiiert das erste Urban Arts Tanzensemble des Landes. Sieben internationale Tänzer*innen erarbeiten ...

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Tanz Mai 2023
Rubrik: Side step, Seite 15
von Falk Schreiber

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