Samir Akika «Joujouville»

Bremen

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Als das Publikum noch seine Plätze sucht, wird auf Theresa Isabella Malessas Bühne schon gespielt. Bei «Reise nach Jerusalem» jagt die Theater-Bremen-eigene Kompanie Unusual Symptoms zwischen Stoffpodesten hin und her, es werden lebende Skulpturen erstellt, später gibt es Kartentricks, noch später werden Messer gezückt, und es fließt Blut. Aber zunächst ist das vor allem ein großes Gekicher, Gejauchze und Gekreische, ein kindliches, mal konzentriertes, mal chaotisches Spielen, das Samir Akika mit «Joujouville» anrichtet.

«Joujouville», das heißt so viel wie «Spielzeugstadt», der Name eines Ladens, an den sich Akika aus seiner Kindheit erinnert. Und der die Fantasie des Choreografen anregte: Es ging nicht in erster Linie darum, die bewunderten Spielzeuge auszuprobieren, es ging vor allem darum, sich vorzustellen, was sich mit den Puppen, Fahrrädern, Bauklötzen so anfangen ließe. Dieses Verständnis von Spiel als Übung in Fantasie prägt auch «Joujouville»: Manche der gezeigten Spielregeln entstehen augenscheinlich erst im Moment des Spiels selbst, manche werden mit großer Ernsthaftigkeit durchdekliniert, um dann kommentarlos zu versanden, manche sind albern, manche peinlich. Und ...

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Tanz Februar 2025
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Falk Schreiber

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