Reset

Herausragende Tänzer haben sich zu WINNDance formiert – Alterskomplizen sozusagen. Mit den Initiatoren spricht Angela Reinhardt

Tanz - Logo

Die Namensliste dieser neuen Compagnie liest sich wie ein Who’s who der Ballettstars: Sie alle waren oder sind Erste Solisten, Ikonen ihres Landes, Musen eines Choreografen, international bewundert. Und alle sind über 40 Jahre, zum Teil weit älter. WINNDance – das Akronym steht für «When If Not Now» – wurde im Frühjahr 2026 von Marijn Rademaker und Slava Tutukin gegründet und rückt, ganz im Stil des nie vergessenen Nederlands Dans Theater 3 (NDT 3), die subtile Ausdruckskraft älterer Tänzer in den Fokus.

Als da wären: Silvia Azzoni, Kayoko Everhart, Mara Galeazzi, Silas Henriksen, Alexander Jones, Igone de Jongh, Nora Kimball, Marijn Rademaker, Oleksandr Ryabko, Gil Roman, Polina Semionova, Giulia Tonelli, Ivan Urban und Diana Vishneva. In Stuttgart, wo WINNDance gegründet wurde, hat Angela Reinhardt mit den beiden Start-up-Unternehmern gesprochen.

Wie schafft man es, mit einer ganz neuen Compagnie sein Debüt bei der «Biennale di Danza» in Venedig zu geben?
Marijn Rademaker
: Wir haben Wayne McGregor, dem Leiter der Tanzsparte in Venedig, von der Idee erzählt. Und ohne wirklich zu wissen, was wir zeigen, war er damals so überzeugt von der Idee, dass er vorgeschlagen hat, uns bei ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Komplizen, Seite 94
von Angela Reinhardt

Weitere Beiträge
Lagos

Die Entwicklung, die der Tanz als Bühnenkunst gegenwärtig in Westafrika vollzieht, führt ausgehend von traditionellen Ausdrucksformen hin zu einem stärker gegenwartsbezogenen Vokabular. Kunstschaffende schöpfen aus ihrer jeweiligen aktuellen Lebensrealität, um neue Formen des persönlichen Geschichtenerzählens auszuloten – multimedial und mit Elementen des Tanzes....

Brückenbau

Ich wurde gebeten, einen Text zu schreiben – ein «Plädoyer» für mehr Kooperationen zwischen freien Choreografen und Stadttheatern im deutschsprachigen Raum. Meine Karriere begann mit dem Tanzen in Compagnien, entwickelte sich weiter zur Präsentation eigener choreografischer Arbeiten an freien Theatern, und heute bewegt sich mein Schaffen zwischen freier Bühne und...

New York City

Kyle Abraham mischt den Wortschatz des Tanzes auf, indem er Schwarze Idiomatik ins Ballett einfließen lässt und das klassische Genre damit in die Gegenwart holt. In «Cassette Vol. 1» gönnte er Taylor Stanley, Principal Dancer beim New York City Ballet (NYCB), eine wunderbare Szene. In Zeitlupe pustete ein Ventilator in kitschiger Hollywood-Manier Stanley ins...