ordnen der anatomie
Detlev Alexander, wann sind Sie erstmals mit Yoga in Berührung gekommen?
Als ich bei Joachim Schlömer in Basel tanzte, bot Christie Clark, eine OM-Yoga-Lehrerin aus New York, eine Yoga-Klasse an. Das war vor 15 Jahren, Yoga war noch nicht so verbreitet wie heute. Für mich war das zunächst eine andere Art, den Körper aufzuwärmen. Diese Mischung aus Kraft und Dynamik sprach mich einfach sehr an. Dann habe ich immer mehr Yoga-Haltungen in mein Training einfließen lassen. Bis irgendwann nur noch die Yoga-Matte da war.
Heute unterrichten Sie häufig die Tänzer von Sasha Waltz oder die Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrums Berlin. Stimmen Sie den Yoga-Unterricht auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen der Tänzer ab?
Ich versuche immer, sie auf die bevorstehende Performance vorzubereiten. Die Tänzer von Sasha Waltz habe ich zum Beispiel unterrichtet, als sie im Neuen Museum geprobt haben. Das war damals noch eine Baustelle – sehr staubig. Da habe ich Atemübungen aus dem Pranayama gemacht, um die verstopften Nasen der Tänzer zu befreien. Sie mussten auf Beton tanzen – ich habe also versucht, Übungen zu machen, damit die Gelenke durchlässiger werden.
Hilft Yoga, den ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 28
von Sandra Luzina
Sie gehören seit 2010 dem Kairoer Opernballett als Tänzer an. Was hat sich nach der Revolution geändert?
Eigentlich nichts. Der einzige Unterschied ist, dass man heute Kürzungen im Budget oder unfaire Ausländersteuern in der Kompanie nicht mehr hinnimmt. Man macht den Mund auf. Vorher war noch der leiseste Protest ein Grund zur fristlosen Kündigung.
Vor der...
Sie war eine der Musen Jan Fabres. Mit dem Solo «Quando l’uomo principale è una donna» schuf er ihr 2004 ein choreografisches Denkmal. Seit ein paar Jahren geht sie nun eigene tänzerische Wege. Ihr erstes Stück, 2008, heißt «Birth of Prey» – Lisbeth Gruwez zeigt hier eine wilde Performance als körperliche Reaktion auf Live-Musik. Damit gastiert sie im September in...
Fast klingt es wie die Geschichte einer Obsession: die Suche nach Symmetrie. Bei ihm begann sie vor fünf Jahren inmitten des üblichen Trubels um physische Verausgabung in Luftnummern und am Boden sinnlicher Tatsachen. Keine Berührungsangst vor dem Unbekannten, keine Furcht vor Entblößung sollte die Sicht versperren. Jess Curtis nummeriert seine Studien bis «#22»,...
