jess curtis...
Fast klingt es wie die Geschichte einer Obsession: die Suche nach Symmetrie. Bei ihm begann sie vor fünf Jahren inmitten des üblichen Trubels um physische Verausgabung in Luftnummern und am Boden sinnlicher Tatsachen. Keine Berührungsangst vor dem Unbekannten, keine Furcht vor Entblößung sollte die Sicht versperren.
Jess Curtis nummeriert seine Studien bis «#22», zelebriert sie in vielerlei Variationen und «re:Presentations»: auf Schiffen, in Galerien, Theatern, Universitäten, in einem Pumpwerk, auf Video, solo und zu zweit, als Gruppe, Massenphänomen oder verbannt in eine riesige, mit Wasser gefüllten Glasröhre. Letzteres ein amphibischer Tauchvorgang, der Monate an Übung und Überwindung von Angst verlangte.
«The Symmetry Project» von Jess Curtis und Maria Francesca Scaroni – zusammen mit dem Kontrabassisten und Komponisten Klaus Janek – ist die wohl beharrlichste Langzeitstudie der flüchtigsten aller Künste; schon 50-mal gestreut wurde von San Francisco quer über den großen Teich bis nach Budapest, Kopenhagen und Berlin, der Zweitheimat der beiden durch die fixe Idee zusammengeschmiedeten Tänzerforscher. Auch die Trennung als Paar kann die Performer und Ko-Autoren nicht davon ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 48
von Irene Sieben
Wenn Monica Mason ihre Position als Direktorin des Royal Ballet im Juli 2012 verlässt, folgt ein ihr Vertrauter nach: der geschäftsführende Direktor Kevin O’Hare. Er ist die todsichere Lösung. Der Mann versteht das Geschäft und die täglichen Probleme des Balletts weit besser als irgendeiner sonst, und er genießt das Vertrauen der Kompanie, zumal das der Tänzer....
...ist in Paris als «choreografische Persönlichkeit des Jahres» ausgezeichnet worden. Beschlossen hatten dies die französische Kritikergewerkschaft (so was gibt’s) und ihre 140 Mitglieder. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ehrte man überhaupt eine Tänzerin, sonst ging der Preis immer an die Freikartengeber, die Intendanten Alain Crombecque vom «Festival d’Automne»...
Am 24. August wird der in Ungarn geborene Impresario 99 Jahre alt. Er lässt es sich nicht nehmen, in diesen Tagen mal wieder von New York, das ihm vor einem halben Jahrhundert Heimat wurde, nach Europa zu jetten: Berlin, Barcelona, Genf. Früher war er Passagier der Concorde, damit es schneller ging. «Ich war 83-mal in Japan», sagte er letztes Jahr. Man hört daraus...
