Nürnberg: Jiří Bubeníček, Jeroen Verbruggen «Made for us II»
Nein, kein Treppenwitz. Jiří Bubenícek meint es ernst, wenn es am Ende seines Balletts ganz offensichtlich heißt: «Knockin‘ on Heaven‘s Door». Oscar Alonso jedenfalls steigt die Stufen empor, die uns, so der Choreograf, «näher an die Wahrheit» bringen, und pocht an eine imaginäre Tür. Was für Erkenntnisräume sich ihm dahinter auftun, bleibt dem Zuschauer allerdings verborgen. Denn auch in Nürnberg könnte man am Schluss mit Bertolt Brecht sagen: «Der Vorhang zu und alle Fragen offen.
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Bubenícek gibt sich erklärtermaßen «philosophisch» bei seiner ersten Kreation für das Staatstheater Nürnberg Ballett, und Oscar Alonso schreitet denn auch zu Anfang gedankenschwer die Treppe empor, die ihm Nadina Cojocaru baut: wie in «Orlando» von Marco Goecke eine Unzahl Hüte auf dem Kopf balancierend. Sie geben dem Stück den Titel und sind in jeder «Chapeau»-Szene irgendwo gegenwärtig: hochfliegend, auf dem Boden liegend und zwischendurch sogar dort, wo man sie am ehesten vermuten würde.
Das Tanzen behindern sie jedenfalls nicht, und leicht und locker reiht Bubenícek eine Nummer an die andere: mal voller Bewegungseleganz wie in einem der Dresdner Ballette David Dawsons, mal wild bewegt, als ob er ...
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