No step without movement
Tänzer. Ein Metier für Körper, Geist und alle Sinne. Kunst und Handwerk. Unerklärliche Berufung und harte körperliche Arbeit. Wer den «Beruf: Tänzer» ergreift, ist in jedem Fall: ein Überzeugungstäter. Nach einer langen, fordernden, hochspezialisierten Ausbildung muss man den Sprung auf die Bühne erst noch schaffen. Einmal dort, ist mit geregelten Arbeitszeiten so wenig zu rechnen wie mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dafür endet die durchschnittliche Tänzerlaufbahn noch vor der Lebensmitte. Wenigstens beginnt der Zauber oft schon im Kindesalter.
Wo unbedingt die richtigen Weichen gestellt werden müssen, wenn daraus eine traumhaft gelungene Karriere werden soll wie die der Pariser Star-Ballerina Aurélie Dupont, die Dorion Weickmann für uns besucht hat.
Stadttheater, Musical, freie Szene, vom Ballett über das Tanztheater zur zeitgenössischen Performance-Kunst – Tänzer sind auf den folgenden Seiten unsere Gewährsleute für ihren so vielgestaltigen Wunschberuf. Sie verraten uns, worauf es bei der Ausbildung ankommt, welche Klippen man beim Berufsstart zu umschiffen hat und wie man nebenbei in einer Arbeitsmarktrealität überlebt, die auf Tänzer nicht vorbereitet scheint. Beweglich ...
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Michael Jackson, das Pop gewordene Paradox, der androgyne Held der Ambivalenz. Zugleich aggressives Sexsymbol und luftgeisterhaft asexuell, ein Show-Protz und perfektionistischer Bühnenasket, der ohne Rücksicht auf die eigene Person für jeden Auftritt alle Register zieht. Der lebenslange Versuch der Synthese aller amerikanischen Widersprüche und unerreicht...
Wenn hierzulande von Yoga die Rede ist, ist meist der körperorientierte Hatha-Yoga gemeint, der in zahllosen Stilrichtungen und Hybridformen gelehrt wird. Etwa drei Millionen Menschen in Deutschland üben regelmäßig Yoga aus, darunter viele Tänzer. «Es war eine durchschlagende Erfahrung für mich», erzählt der ehemalige Ballett-Tänzer und heutige Yoga-Lehrer Narendra...
Jeder kennt das: Da bezeichnet sich eine Tänzerin als Tänzerin Schrägstrich Choreografin. Denn tanzt sie ein Solo, das sie selbst erarbeitet hat, ist sie sowohl Autorin wie Interpretin. Liest man also das etwas umständliche «die Tänzerin und Choreografin Yoshiko Waki», ist das weniger dem stolzen Selbstverständnis geschuldet, beides zu können: zu kreieren und...
