Nichtverlängertes Kürzen
Sabine Händler-Garlipp, eine Kompanie wird abgewickelt. Nach fünf Jahren Erfolgsarbeit an den Städtischen Theatern Chemnitz heißt es Abschied nehmen. Kommt das Ende für Sie überraschend? Ein Leitungswechsel war angesagt, und der kann immer bedeuten, dass der neue Intendant die künstlerischen Vorstände neu besetzt.
Dass Bernhard Helmich in jeder Hinsicht andere Vorstellungen hat als wir, kündigte sich bereits Ende letzter Spielzeit an, als er hinter unserem Rücken drei Tänzern die Nichtverlängerung ihres Vertrags aussprach, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen.
Dass man an einem «Tendenzbetrieb» wie dem Theater immer mit Veränderungen rechnen muss, ist nicht das Problem. Was aber sauer aufstößt, ist die Unmenschlichkeit, die manche Intendanten an den Tag legen. Genau. Wir haben kurz nach der Ernennung um einen Gesprächstermin beim designierten Intendanten nachgesucht. Unsere Anfrage blieb unbeantwortet. Jeder Kontaktversuch wurde unterbunden. Aus formaljuristischen Gründen wurde uns jede Chance verwehrt, sich überhaupt kennen zu lernen. Uns war deshalb klar, was wir, Torsten Händler und ich, diesen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Dass der Leib das Sprachorgan der Seele ist, wissen wir. Ein ganz körperliches Kommunikationssystem, das weit über die Gebärdensprache hinausgeht, hat nun Rodolpho Leoni ersonnen. Als es noch im Konzept steckte und den Arbeitstitel «Plansprache» trug, brachte es ihm den Deutschen Produzentenpreis für Choreografie. Zur Uraufführung im Düsseldorfer tanzhaus nrw...
Es grünt so grün, wenn Malakhovs Blumen blühen. Rosen, wohin man blickt. Im Entree der Deutschen Oper, an den Aufgängen, sogar im Foyer. Auch auf der Bühne, die Valery Kungurov in einen französischen Park verwandelt hat. «Gärten sind magische Orte», lässt sich der «leidenschaftliche Blumenliebhaber» Vladimir Malakhov im Programmheft zitieren, und wie im Märchen...
Buenos Aires, die Tangohauptstadt, wuchs und wuchs. Rund sechs Millionen Europäer wanderten bis 1930 ein. Heute, nach dem argentinischen Staatsbankrott 2002, schwappt die Welle zu uns zurück. Der Kölner Dokumentarfilmer und Buchautor Arne Birkenstock entdeckt unter den Auswanderern die 22-jährige Marcela Maiola: eine «sehr begabte Tänzerin», findet ihr Lehrer und...
