Ein Duft von Blumen
Es grünt so grün, wenn Malakhovs Blumen blühen. Rosen, wohin man blickt. Im Entree der Deutschen Oper, an den Aufgängen, sogar im Foyer. Auch auf der Bühne, die Valery Kungurov in einen französischen Park verwandelt hat. «Gärten sind magische Orte», lässt sich der «leidenschaftliche Blumenliebhaber» Vladimir Malakhov im Programmheft zitieren, und wie im Märchen beseelt er Blumen und Bäume. All seine Feen entsteigen rosigem Gebüsch.
«Ihr Sein», erklärt der Ballettintendant aller Berliner seine Interpretation, «ist sozusagen pflanzlich motiviert», tritt aber tänzerisch nicht wesenhaft in Erscheinung. Auch in der «Dornröschen»-Produktion des Staatsballetts agieren sie gewohnt und ganz im Geiste Petipas.
«Nach Petipa» heißt es auf dem Programmzettel, und Malakhov inszeniert Tschaikowskys «Dornröschen»-Ballett denn auch mit tatkräftiger Unterstützung von Valentina Savina, die das choreografische Original durch ihre Lehrerin Jelisaweta Gerdt, einer Petipa-Schülerin, kennen gelernt hat. Was nicht heißt, dass sich Malakhov keine Freiheiten gestattet. Im Gegenteil. Malakhov hat das Ballett nach seinem Gusto zurechtgestutzt, und deshalb fehlt nicht nur die so genannte Panoramaszene des 2. ...
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