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Newcomer*in

PASCAL SCHMIDT
Pascal Schmidt tanzt. Klassisch, elegant, auf Spitze. Was insofern bemerkenswert ist, weil man sich im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel befindet, einem Ort, der dem Klassischen eher skeptisch gegenübersteht. Es läuft Franck Edmond Yaos «Transformation», und Yao ist zwar ein begnadeter Grenzgänger zwischen Pop und Tanz, zwischen Westafrika und Europa, aber als begeisterter Anhänger des klassischen Balletts ist er bislang noch nicht aufgefallen. Gerade deswegen wurde Schmidt für «Transformation» besetzt.

«Kriterium war, einen Tänzer oder eine Tänzerin auftreten zu lassen, die nicht weiß, aber klassisch trainiert ist», erzählt Schmidt – Pronomen sie, da genderfluid und plural. So entstand ein Tanzpanoptikum, in dessen diversem Charakter auch klassischer Tanz seine Heimat findet.

Überhaupt wirkt Schmidts Biografie wie ein Musterbeispiel für Diversität: Geboren in Nepal, als Säugling von einem global arbeitenden deutschen Ingenieur adoptiert, aufgewachsen in Hamburg und Jamaica. Zum Tanz kamen sie auf der karibischen Insel: «Ich habe früh angefangen, zu turnen. Und als meine Mutter und ich Freunden meiner Schwester beim Tanzen zugeschaut haben, habe ich mich ...

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Tanz 7 2022
Rubrik: Side step, Seite 18
von

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