Newcomer, Personalien, Short Cuts Juli 2017
Newcomer: Emilie Mazoń
Wie sich die Bilder gleichen! Wenn Emilie Mazoń die Desdemona verkörpert, gibt es Momente, in denen man sich verwundert die Augen reibt. Wie ähnelt sie doch Gigi Hyatt, die sich 1985 auf Kampnagel in John Neumeiers «Othello»-Ballett in eben dieser Rolle vorgestellt hat. Der selbe Ernst. Die unbedingte Hingabe.
Keine Frage, Emilie Mazoń ist die Tochter Gigi Hyatts.
Die hohen Wangenknochen, die Gesichtsform, die Proportionen, ja selbst ihre Größe erinnern an die Mutter, die einst eine der inspirierendsten Musen des Choreografen gewesen ist. Emilie Mazoń weiß das, und deshalb ist ihr klar, dass gerade das eine Belastung sein kann: in der gleichen Kompanie zu tanzen, in der die Mutter solistisch gearbeitet hat. «Aber da es ausdrücklich mein Wunsch gewesen ist, in dieser Kompanie zu tanzen», erklärt sie, «nehme ich das als Herausforderung an.» Sie scheut nicht den Vergleich.
An Mut mangelt es ihr nicht. Nicht an Selbstvertrauen. Schon gar nicht an Können. Sie ging zu Hause in Georgia, USA, bei Mutter und Vater in die Schule. Auch Janusz Mazoń tanzte einst bei Neumeier – ebenso Marianne Kruuse, die sie im letzten halben Jahr an der Schule des Hamburg Ballett ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Menschen, Seite 36
von Red.
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