Jan Fabre
Obwohl Belgien ein kleines Land ist, kann man es nachts sogar aus dem Weltraum erkennen: Die Autobahnen sind beleuchtet, das gibt es sonst nirgends auf der Welt. Zu den Eigenheiten des dicht besiedelten Elf-Millionen-Einwohner-Staats zählt vor allem auch die extrem disparate Bevölkerungsstruktur. Im nördlichen Teil, Flandern, wird flämisch gesprochen; im südlichen Teil, Wallonien, französisch; dazu kommt, im Osten, noch ein kleines deutschsprachiges Gebiet.
Das Land ist in drei Regionen sowie drei Gemeinschaften gegliedert, die jeweils über eigene Parlamente verfügen; die verschiedenen Sprachgruppen leben weniger miteinander als nebeneinander her. Zum Beispiel ist in Belgien – außer in der Hauptstadt Brüssel, die einen Sonderstatus hat – nichts mehrsprachig angeschrieben, sondern entweder auf Flämisch oder auf Französisch. Im Grunde verhält es sich so, dass Flamen und Wallonen nur den Pass, den Premierminister und den König gemeinsam haben.
Eine Hommage an Belgien, aber durchaus kritisch
«Belgien ist ein absurdes, surrealistisches Monty-Python-Land», sagt der belgische Allroundkünstler Jan Fabre über seine Heimat, zu deren berühmtesten Söhnen er zählt. «Wir sind das Cockpit und ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Wolfgang Kralicek
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