Neuer Flamenco: Israel Galván, Juan C. Lérida, Andrés Marín

Nordrhein-Westfalen

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Das Flamencofestival im Düsseldorfer tanzhaus nrw wird mit seinem Schwerpunkt auf modernen Tanz nicht jeden Flamenco-Fan begeistern. Die drei Tänzer Andrés Marín, Juan Carlos Lérida und Israel Galván haben viel gemein. Sie lernten schon als Kinder den orthodoxen Flamenco in Sevilla, gehen heute mit Mitte 30 noch gerade als junge Wilde durch, gelten den einen als visionäre Retter, den anderen als brutale Zerstörer des Flamenco. Alle drei haben einen unverwechselbaren Stil geprägt, sind offen für Experimente fernab aller Flamenco-Klischees.

Andrés Marín tanzt mit krummem Rücken in Jeans und Rollkragenpullover, er deutet seine Bewegungen nur an, seine Schritte und Gesten sind kaum mehr als Zitate. Immerhin hat er noch so viel Bodenhaftung, dass er stets mit exzellenten Gitarristen und Sängern arbeitet.
Israel Galván scheint den Flamencotanz neu zu erfinden und abstrahiert ihn, aber nie bis zur Unkenntlichkeit. In seinem Werk «Tabula rasa» nimmt er die Dreieinigkeit des Flamenco auseinander: die erste halbe Stunde ist Musikbegleitung, die zweite nur der Gesang und erst nach einer Stunde – es herrscht absolute Stille – tanzt er die Echos des Pianisten und der Sängerin. Zu seinen ...

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Tanz März 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 43
von Oliver Farke

Vergriffen
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