Nach Ludwigsburg
Jochen Sandig wird 2019 Intendant der «Ludwigsburger Schlossfestspiele». So soll sich das klassisch orientierte Festival nach dann zehn Spielzeiten unter Thomas Wördehoff neu ausrichten. Der 48-jährige Kulturmacher und Produzent Sandig, der sich in Berlin vom Tacheles über die Sophiensäle bis zum Radialsystem V als Gründerfigur par excellence etabliert hat, setzt nun erstmals etwas bereits Vorhandenes fort. «Kontinuität finde ich großartig», sagte er fast trotzig bei seiner Vorstellung durch den Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec.
Der Ehemann von Sasha Waltz will fortan den Dialog zwischen Musik und Tanz zu einem «Schwerpunkt» seiner Arbeit machen – «bis hin zur Aufhebung der Trennung zwischen beiden Kunstsparten in choreografischen Opern», so wie es auch der Arbeitsweise der designierten Berliner Ballettintendantin entspricht. Dass ihr Gatte nun ebenfalls nach einer Intendanz greift, spricht für Gleichberechtigung, ist allerdings auch ein Akt der Ämterhäufung. Der im nahen Esslingen geborene Mitgründer der «Esslinger Musik Initiative» verspricht nicht nur ein «stärkeres und direkteres gesellschaftspolitisches Engagement» von Kunst, sondern auch neue ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2017
Rubrik: Persönlich, Seite 33
von Arnd Wesemann
George Balanchines legendärer «Nutcracker» wurde im Februar 1954 uraufgeführt, begeisterte das Publikum und wurde zum finanziellen Rettungsanker des New York City Ballet. Wie der russische Choreograf zu Tschaikowskys Klängen und mit 125 Kindern auf der Bühne seine Erinnerungen an ein märchenhaft überzuckertes Petipa-Sankt-Petersburg bündelte, wurde für...
Poppy N heißt dieser sehr junge Tänzer, ein kleiner, nur etwa hüfthoch gebauter Kerl. Da steht er, beim «State Festival Berlin», inmitten von Akademikern, die sich mit Emotionsforschung und künstlicher Intelligenz beschäftigen. Sein Schöpfer Théo Segonds vom Institut für Computerwissenschaft INRIA in Bordeaux kennt ihn seit fünf Jahren. Die Intelligenz des...
Es gibt einen einstimmigen, parteiübergreifenden Stadtratsbeschluss. Jetzt ist Geld da, viel Geld: 50 bis 70 Millionen für den Ausbau, 2,3 Millionen Euro Jahresetat, 29 neue Stellen. Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD) hat eine schöne Definition parat für das, was er «Kreativpark» nennt, und wo im Jahr 2020 zwei tipptopp sanierte Hallen, genannt...
