Im Kino
Rote Schuhe, Teller-Tutu, roter Schopf und ein Tiara-Krönchen – so endet nach eineinhalb Stunden die Geschichte von Félicie: mit dem Auftritt als Clara im «Nussknacker» auf der Bühne des Palais Garnier. Ein Budget von 28 Millionen Dollar und vier Jahre Produktionszeit stecken in dem 3D-Animationsfilm, der als Familienunterhaltung taugt – abgesehen von der geschmacklos semitischen Karikatur des Opéra-Pedells. Ballettratten kommen dennoch auf ihre Kos-ten, und wer Zeichentrickfilmen wie «Aristocats» etwas abgewinnen kann, wird sich nicht langweilen.
Denn Félicie, die gemeinsam mit Freund Victor dem Waisenhaus entflieht, um sich in Paris ihren Ballerinen-Traum zu erfüllen, ist zwar ein Kunstgeschöpf. Aber charakterlich verströmt der Wildfang Witz und Widerstandsgeist einer (sehr jungen) Shirley MacLaine.
Was sich hier «Tanz» nennt und recht staksig daherkommt, ist von drei A-Promis entworfen worden, bevor es Visual-Effects-Spezialisten in einen Bewegt-Comic verwandelt haben. Benjamin Millepied, Aurélie Dupont, Jérémie Bélingard – alle Eltern kleiner Kinder – werden als Choreografen genannt und dürften die Arbeit genossen haben. Denn das Genre ermöglicht Stunts wie ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Medien Januar 2017, Seite 63
von Dorion Weickmann
Am Anfang ist allein ein Porträt Dore Hoyers zu sehen. Und auch zwischen den einzelnen Szenen ihres Zyklus lässt sich die legendäre Ausdruckstänzerin zumindest ahnen, die sich in der Silvesternacht des Jahres 1967 voller Verzweiflung vom irdischen Dasein verabschiedet hat. Eine Filmaufzeichnung der «Afectos Humanos» macht ihre Vergegenwärtigung möglich. Aber...
Deutschland
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