#Mensch – dritte Klappe

Partizipationsprojekt des hessischen Staatsballetts

Ich packe zusätzlich noch eine Kniebandage in den Stoffbeutel für das Tanztraining. Die Körperübungen werden immer anstrengender, die Beziehungen zu den Mittänzerinnen immer einfacher. Wir kennen uns schon seit einem halben Jahr. Wir wissen, wer von uns gern über den Boden rollt, bunte Socken trägt oder lieber barfuß tanzt. Eine unserer Zukunftsfragen bei dem Projekt «#Mensch» in Darmstadt lautet: Wie gehen wir mit Hindernissen um? Die Antworten trennen uns in Optimisten und Pessimisten.

«Grüne Wälder oder Umweltzerstörung – beides scheint mir vorstellbar», sagt die 64-jährige Rosa Bauer-Schuh. Für ihre Enkel hofft sie auf «grüne Wälder».

Mit unseren Körpern versuchen wir, Hindernisse zu überwinden. Paarweise bewegen wir uns durch den Raum. Eine blockiert die andere. Beine, Arme und Rücken stehen einander im Weg. Um zu fragen: Was steht einer lebenswerten, überhaupt lebbaren Zukunft im Weg? Ich probiere verschiedene Möglichkeiten, wie ich mich an meiner Partnerin vorbeibewegen kann. Manchmal funktioniert eine schnelle Drehung oder ein überraschendes Durch-die-Beine-Krabbeln. Manchmal muss ich viel Kraft aufwenden, um Rahel zur Seite zu schieben. Wie kann ich ein Hindernis ...

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Tanz März 2019
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Sara Mierzwa