Melancholia
«The Milk of Dreams». Der Titel der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig stammt aus einem Kinderbuch von Leonora Carrington (1917 – 2011). Dort beschreibt die surrealistische Künstlerin eine magische Welt, in der das Leben durch das Prisma der Imagination immer wieder neu gesehen wird. Es ist eine Welt, in der sich jeder verändern, verwandeln, etwas oder jemand anderes werden kann.
Die sorgfältig choreografierte Ausstellung (Kuratorin: Cecilia Alemani, New York; Design-Duo FormaFantasma, Mailand) soll eine fantastische Reise durch entrückte Körperwelten werden: Metamorphosen von Körpern, Individuen und Technologien. Zeitkapseln mit historischen Kunstwerken und Dokumenten liefern zusätzlich Instrumente zur Reflexion. Keine Erzählung und kein Bild soll jemals endgültig sein. Und so webt die Show das komplexe Netz des Neulesens der Geschichte weiter.
Was uns erwartet? Viel Kontext, viele Recherchen, skurrile Kreaturen und Räume … Fast 1500 Arbeiten von mehr als 200 Künstlern aus 58 Ländern sind zu sehen. Die meisten von ihnen stellen zum ersten Mal auf der Biennale aus und sind vor allem weiblich und genderunspezifisch. Skulpturale Maschinen, insektenartige Skulpturen, Zentauren, ...
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Tanz 7 2022
Rubrik: Bewegung, Seite 6
von Marina Dafova
Sie sind Tänzerin, Choreografin, Schauspielerin und gehörlos. Im Rahmen der «Tanzwerkstatt Europa» in München leiten Sie den Workshop «Gebärden Tanz oder Tanz der Gebärden!?» Was erwartet die Teilnehmenden?
Wir werden mit Gebärden Choreografien entwickeln, die sich sehen lassen können. Dazu habe ich in den letzten zwei Jahren dank Stipendien viel geforscht.
Sie...
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Zwei Dinge hat die Kritikerin an diesem Abend gelernt: 1. Niemals auf Google verlassen! 2. Was richtig gut ist, wirkt selbst im Mitschnitt aus der Totalen! Und richtig gut ist dieser «Peer Gynt», von Johan Inger 2017 in Basel uraufgeführt und jetzt als Deutschlandpremiere beim Ballett der Dresdener Semperoper angelangt. Wo die Journalistin in die Verlegenheit kam,...
