Johan Inger «Peer Gynt»
Zwei Dinge hat die Kritikerin an diesem Abend gelernt: 1. Niemals auf Google verlassen! 2. Was richtig gut ist, wirkt selbst im Mitschnitt aus der Totalen! Und richtig gut ist dieser «Peer Gynt», von Johan Inger 2017 in Basel uraufgeführt und jetzt als Deutschlandpremiere beim Ballett der Dresdener Semperoper angelangt. Wo die Journalistin in die Verlegenheit kam, den ersten Akt via Monitor verfolgen zu müssen, weil sie fälschlich von Google erfahren hatte: Startzeit 19 Uhr.
Der Vorhang ging aber eine Stunde früher hoch, und dass zumindest die zweite Hälfte aus dem Parkett zu besichtigen war, ist der freundlichen Chefin des Abenddienstes zu verdanken, die selbst einmal Tänzerin war. Merci vielmals!
Denn Aaron Watkins’ Kompanie tanzt fabelhaft auf, angefangen bei Christian Bauch in der Rolle des Ich-Suchers über Miniaturen wie den «Fromme-Helene»-Verschnitt in Spitzenschuhen von Nastazia Phillipou bis hin zur «Grünen» alias Zarina Stahnke, die nicht von ungefähr an die grandiose Ana Laguna erinnert. Für Inger, dessen Tanzkarriere beim Königlich Schwedischen Ballett begann, gab es zwei herausragende Mentoren: Mats Ek und Jiři Kylián. Deshalb ist dieser «Peer Gynt» auch eine Art ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz 7 2022
Rubrik: Kalender, Seite 38
von Dorion Weickmann
Wohl bei keinem Dirigenten der Gegenwart ist die Trennlinie zwischen Bewunderung und Ablehnung so scharf gezeichnet wie bei Teodor Currentzis. Die einen, zu denen bei aller Bescheidenheit auch Currentzis selbst zählt, halten ihn für einen charismatischen Magier, der ganze Orchester in Bewohner von Klangwunderkammern zu verwandeln weiß. Andere, nicht minder...
Der Tanz inspirierte Mozart. Und Mozart inspirierte wiederum die Choreografen Luca Signoretti und Georg Reischl: In zwei tänzerischen Essays visualisieren sie im Theater Regensburg Mozarts Kompositionsstil und seine Rezeptionswirkung. Das Ergebnis ist mitreißend.
Zu Mozarts Streichquintett Nr. 3 in C-Dur verwandelt Signoretti die Tänzer*innen in Musiknoten. In...
Auditions
Marcel Leemann Physical Dance Theater, Bern
sucht für die neue Tanzproduktion «Confessio» im September/Oktober 2022 Tanzabsolvent*innen (Abschluss 2021/22) und Tänzer*innen in Ausbildung (Praktikumsstelle) mit guter zeitgenössischer, klassischer und/oder urbaner Tanztechnik.
Audition: 9. Juli; Bewerbungsschluss: 8. Juli; www.marcelleemann.ch
Fortbildunge...
