mary wigman-gesellschaft

Der Verein löst sich auf.

Wer immer sich mit dem Werk Mary Wigmans auseinandersetzen wollte, kam an dieser Kölner Kontaktstelle nicht vorbei: Die Mary Wigman-Gesellschaft hütete das Erbe der wegweisenden Tanzpionierin 25 Jahre lang, regte wissenschaftliche Forschung und übergreifende Fragestellungen an und setzte mit ihren Tagungen, Ausstellungen und der Zeitschrift «tanzdrama» (1987– 2002) Impulse für die Beschäftigung mit dem Tanz und seiner Entwicklung im 20. Jahrhundert in Deutschland. Inzwischen boomt die Tanz-wissenschaft.

Deutsche Hochschulen und Universitäten haben mit diversen Studiengängen ein wesentliches Anliegen der Gesellschaft übernommen und auch professionalisiert. Der gemeinnützige Verein mit seinen ehrenamtlichen Mitgliedern, meist einstige Schüler Mary Wigmans, auch Tanzpädagogen, Autoren und Tanzforscher, hat sich überlebt.

Anlässlich der Feier zum 125. Geburtstag ­von Mary Wigman wurde am 13. November der Beschluss gefasst, die Mary Wigman-Gesellschaft ins Deutsche Tanzarchiv Köln einzubetten und den Verein aufzulösen, um das Erbe künftig in Köln zu verwalten und an die Öffentlichkeit zu tragen. Dort ruhte bereits ein Teil des Nachlasses. Der andere findet sich in der Akademie der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2012
Rubrik: traditionen, Seite 58
von Irene Sieben

Weitere Beiträge
amsterdam: emio greco, pieter c. scholten «la commedia»

Ihre Beschäftigung mit Dantes «Göttlicher Komödie» hält schon eine ganze Weile an: «Hell» 2006, «Purgatorio» 2008, «you PARA | DISO» 2010. Und jetzt, als abschließende Quintessenz des Dante’schen Kosmos: kommt der Zirkus in die Stadt. Eine Clownstruppe mit roten Nasen, angeführt von einem Conférencier, stellt die Tage der Woche dar. Was das mit Dante zu tun ­hat?...

halle: ralf rossa «die schneekönigin»

Wer eine märchenhaft idyllische Umsetzung der Vorlage Hans Christian Andersens erwartet, kommt gar nicht auf seine Kosten. Kein Weihnachts-Schneekitsch mit himmelstürmendem Finale wie in anderen Choreografien, sondern eine handfeste, bisweilen erschreckende Story um die Macht der Verführung. Sie beginnt mit einer Entführung: Gerdas Mutter wird von schwarz...

zürich: erna ómarsdóttir: «teach us to outgrow our madness»

Das große wüste Frauending. Fünf Tänzerinnen ohne ausgleichendes Mannsbild rennen den Gender-Mainstream schnaufend über den Haufen. Ein Mann hat in dieser Geheim-gesellschaft nichts zu suchen. «Teach Us to Outgrow Our Madness» betet der Titel von Erna Ómarsdóttir stattdessen. Das höhere Wesen meldet sich aber erst am Ende, aus dem Off, tatsächlich ein Mann: «Ich...