Marcelo Santos
Marcelo Santos,
das erste Dutzend Ihres Internationalen Solo-Tanz-Theater-Festivals ist voll, Glückwunsch! Irgendwelche Ermüdungserscheinungen? Von wegen müde! Die Jahre sind so schnell vergangen, dass ich mich selbst wundere, dass es schon das zwölfte Festival ist. Mit Sicherheit liegt das daran, dass es jedes Jahr neue Künstlerpersönlichkeiten zu sehen gibt, die mit ihrer interessanten und hochqualifizierten Arbeit Akzente setzen. Auch für mich, der ja die Bewerbungsvideos kennt, ist die Vorstellung selber nach wie vor überraschend.
Auf die nächsten zwölf Jahre!
Was sind die Teilnahmevoraussetzungen und was gibt's zu gewinnen? Bewerben kann sich jeder Nachwuchstänzer oder Choreograf, der innovativ in Bewegungsformen und -vokabular ist und nicht vergisst, dass es ein Solo-Tanz-Theater-Festival ist – die Dramaturgie zählt. Bewerbungsschluss ist jedes Jahr der 11. November. Einreichen sollte man eine Stückbeschreibung, einen Lebenslauf und ein Demovideo, falls es sich um eine Premiere handelt. Ansonsten das Video des ganzen Stücks, es darf jedoch nie älter als ein Jahr sein und sollte neun bis zwölf Minuten dauern. Zu gewinnen gibt es Preise für Tanz, Choreografie und einen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Brian McMaster leitete das Edinburgh International Festival. Seinem britischen Kultur- und heutigen Arbeitsminister James Prunell schrieb er ein Papier mit der Überschrift: «Supporting Excellence in the Arts». Es besagt: «Schluss mit ausverkauften Sitzreihen!» und Schluss mit der Sozialarbeit der Künstler! Die auch im übrigen Europa gängige Praxis heißt bislang:...
Im Jahr 1961 fragte Maurice Béjart den Pianisten Fernand Schirren, ob er als Perkussionist bei seinem Ballett «Les quatre fils Aymon» mitarbeiten wolle. Schirren verdiente damals seinen Lebensunterhalt als Pianist hauptsächlich mit der Begleitung von Stummfilmen im Filmmuseum Brüssel und mit Auftritten bei live gesendeten Fernsehprogrammen. Nicht ohne Ironie...
Die Chefredakteurin des Abends nimmt auf dem Programmzettel kein Blatt vor den Mund. Sie widmet ihre «Zeitung» Gérard Violette, schwarz auf weiß. Violettes Zeit als Intendant des Zentrums der französischen Tanzszene, des Théâtre de la Ville in Paris, läuft ab. Das birgt auch Risiken für Brüssels Vorzeigechoreografin, die bereits ihre Residenz in Brüssels Opernhaus...
