maos letzter tänzer

kommt in die Kinos.

Es ist die Chance seines Lebens: Im Winter 1971/72 suchen Kulturfunktionäre in ganz China nach biegsamen, dehnbaren Kinderkörpern, die sich für den Drill in der staatlichen Tanz­akademie eignen würden, um eine neue Garde von Balletttänzern im Reich der Mitte zu formen. Und um eine Vision von Maos Frau Realität werden zu lassen.

Der zehnjährige Cunxin weiß zwar nicht, was Ballett ist, aber als die Abgesandten ihn zur Untersuchung auswählen, will er zeigen, was in ihm steckt. Er wird vermessen, lächelnd erträgt er die brutalen Dehnungen und Streckungen.

Da auch die politische Prüfung seiner Familie positiv ausfällt, wird er aufgenommen. Und hat damit die Gelegenheit, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen, aus dem bitterarmen Bauernmilieu der Provinz Shandong.

Cunxin beißt sich durch, gehört schließlich zu den herausragenden Tänzern seines Jahrgangs. Mit 18 erhält er eine weitere Chance: Ben Stevenson, der Direktor des Houston Ballet, veranstaltet in Peking einen Workshop und vergibt zwei Stipen­dien für seine alljährliche summer school – eines erhält Cunxin. Den Sommer 1979 trainiert er in Houston; Bald darauf ist wieder in den USA: um ein Jahr mit dem Houston Ballet zu tanzen. ...

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Tanz November 2010
Rubrik: medien, Seite 56
von Klaus Kieser

Vergriffen
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