Lizt Alfonso: «Fuerza y compás»

Hamburg

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Plötzlich stehen die Tänzerinnen in Flamenco-Schuhen wie Ballerinen auf Spitze, verfallen kurz in laszive Cha-Cha-Cha-Hüftschwünge, brechen strenge Farrucca-Figuren in akkurater Riege durch Sprünge und rasante Pirouetten aus dem Modern Dance. Unorthodox und kosmopolitisch wie ihre Choreografin Lizt Alfonso, kombinieren sie in der Zwiesprache mit den Rhythmen der fabelhaften Sechs-Mann-Band klassische Schritte und Zapateado-Getrommel der Absätze, kontrastieren Arme und Schultern im erdgebunden weichen afrokubanischen Stil mit gespannten Fingerfächern im Flamenco-Gestus.

Die Stücke spiegeln Lizt Alfonsos Power und Temperament, ihr Leben und Tanzen in zwanzig Jahren Kuba. Zugleich ist es eine Erfolgsstory voller Entbehrungen. Sie begann an der Schule von Kubas Ballett-Ikone Alicia Alonso, schaffte es aber nicht in höhere Klassen, wurde auch für ein Choreografie-Studium in Moskau abgelehnt. Alfonso nahm es als Wink des Schicksals, dachte: «Jetzt erst recht, nun interessiere ich mich für das Gegenteil von Ballett.» Sie studierte an der Universität Theaterwissenschaften und an der Schule des Gran Teatro in Havanna Spanischen Tanz, beschäftigte sich mit Modern Dance und machte sich 1991 ...

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Tanz Juli 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 36
von Klaus Witzeling

Vergriffen
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