Gregor Seyffert geht
Gregor Seyffert macht großes Erlebnistheater. Fünf Jahre Dessau, 90 Prozent Auslastung, 100.000 Besucher bei «Der kleine Prinz» nach Saint-Exupéry, «Tango Palast» mit Musik von Kurt Weill und «Marquis de Sade» im Kraftwerk Vockerode, der im Juli noch mal Jedermanns Sadomasochismus begutachtet, bevor Seyffert die Stadt verlässt. Verabschiedet hat er sich mit Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt» und irrem Effet.
Inmitten letzter Dekorationsteile süffelt sich der Intendant über die Theaterpleite hinweg; der Pianist hämmert unverdrossen frohe Liedchen; Rettung bringt Produzent Winkelstein, der das Haus als Filmatelier mietet. An die 70 Akteure kommandiert er nun in grotesker Stummfilmmanier. Graustichige, textunterblendete Filmszenen zeigen die «Reise», auf die sich Phileas Fogg und, Paraderolle für Erzkomödiant Seyffert, Diener Passepartout begeben, die im Verdacht stehen, einen pyrotechnisch effektvollen Bankraub verübt zu haben. Das glaubt man dem opulenten Spektakel. In der Pause hebt sich vorm Theater sogar ein gewaltiger Ballon in die Luft! (mitfahren darf, wer extra bucht). Per Video segeln die Protagonisten nach USA. Den Western Union Express, bühnenbildnerisches ...
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