liliom

John Neumeier und Michel Legrand verwandeln in Hamburg Ferenc Molnárs Drama in ein packendes Tanzmelodram.

Was für eine Story: Der Vorortmacker, Karussellausrufer und Damenschwarm Liliom reißt einen «Dienstmädchenkäfer» auf und verdirbt es sich prompt mit seiner Chefin und Bettgefährtin, der schönen Frau Muskat. Klar, dass er auf der Straße landet – fortan hat er aber auch noch dieses Mädel am Hals, auf dessen unbeholfene Zuneigung er keine Antwort findet. Bald ist Julie schwanger, während Liliom noch immer kein Bein auf den Boden kriegt und darüber zusehends verbittert. Ein Kumpel schlägt vor, krumme Dinger zu drehen, um endlich Knete zu beschaffen.

Doch stellen sich die Laiengangster so dusselig an, dass die Polizei sie auf frischer Tat ertappt.

Diese Schmach kann der gedemütigte Liliom nicht verwinden. Er rammt sich ein Messer in die Brust, muss dafür im Fegefeuer schmoren, bevor er 16 Jahre später noch einmal einen Fuß ins Diesseits setzen darf, um sein inzwischen halbwüchsiges Kind zu besuchen. Sein Gastgeschenk – ein funkelndes, vom Firmament gepflücktes Sternlein – stößt auf Ab- lehnung. Weshalb der geläuterte Sünder einen Rückfall erleidet und jene handgreiflichen Mittel bemüht, die er zeitlebens ausgiebig erprobt hat: Er versetzt dem Sprössling einen Hieb – und wiederholt damit ...

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Tanz Januar 2012
Rubrik: produktionen, Seite 10
von Dorion Weickmann

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