Lichtmalerei
Das letzte Stück des dreiteiligen Abends «In/with/in» hat schon bei seiner Uraufführung enthusiastische Kritiken eingefahren (tanz 3/22): «I love you, ghosts» von Marco Goecke, 2022 in Den Haag auf die Bühne des Amare gekommen, ist auch zur Wiederaufnahme absolut sehenswert. Gleiches gilt für die eine Weltpremiere des Programms, das vom Nederlands Dans Theater im September aus der Taufe gehoben wurde und jetzt auf Tournee ist – für «The Point Being» von Marne und Imre van Opstal. Die andere Kreation – «15» von Tao Ye – muss etwas nachpoliert werden.
Wo der chinesische Choreograf
15 Tänzerinnen und Tänzer mit einem fesselnden Muster aus sich ständig verändernden Bodypercussions überzieht, beeindrucken die Opstals dank einer genialen Installation der DRIFT-Designerin Lonneke Gordijn mit herrlicher Lichtmalerei.
Mehr als Theaterbeleuchtung
Hier stehen die neun Tänzerinnen und Tänzer bisweilen für einen Moment still und bilden dann eine dichte, in warmes gelbes Licht getauchte Gruppe. Dann wieder spritzen sie auseinander und schießen aneinander vorbei über die Bühne – sich kreuzende Individuen, die jeweils hell erleuchtet sind, während sie sich auf die Zehenspitzen erheben. Bis der in ...
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Tanz November 2023
Rubrik: Produktionen, Seite 6
von Annette Embrechts
Auf der Bühne agiert sie umwerfend selbstbewusst und feminin. Ihre klassische Souveränität als Aurora in «The Sleeping Beauty» ist atemberaubend, ihre Anmut in «Cinderella» kristallin und fließend zugleich. Und als Gypsy Girl in Frederick Ashtons «The Two Pigeons» ist sie die Verführung in Person. Tatsächlich funkelt Fumi Kaneko in jeder einzelnen Rolle, die sie...
Dezember, Sonnenwende, Tag der Geburt der Sonne: Dies natalis solis invicti. Römischer Kult zu Ehren der Unbezwingbaren. Eingeführt im dritten Jahrhundert von Aurelius, später christianisiert als Natale: Weihnachten. Und auch der «Sonntag» geht auf diesen römischen Sonnenkult zurück. Aber nicht darum geht es Hervé Koubi, wenn er sein neues Stück «Sol Invictus»...
Als am 5. Oktober Narges Mohammadi Friedensnobelpreisträgerin wurde, leuchtete die Hoffnung. Der Ruf «Jin Jiyan Azadi – Frau Leben Freiheit» war wieder in den Medien, und Menschen auf der ganzen Welt haben sich an ihn erinnert. Die Jina-Revolution war aber die ganze Zeit über nie verschwunden, nur die Bühne der Revolution und ihre Dramaturgie hatten sich geändert.
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