leipzig: Uwe Scholz, Mario Schröder: «Herzbrennen»

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Márcia Haydée, die große Stuttgarter Choreografin, hatte 1994 in Ludwigsburg ihr Premierenprogramm «Ballettklassiker von heute und morgen» genannt, wahrscheinlich um Werke von gestern gegenwärtiger erscheinen zu lassen und gegenwärtige etwas moderner. Viel geholfen hat es nicht.

Das «Paquita»-Divertissement wie auch die «Chaconne» von George Balanchine sind inzwischen längst wieder vom Spielplan des Stuttgarter Balletts verschwunden – und auch das «Bartók 1. Klavierkonzert», bei der Uraufführung durchaus begeistert
aufgenommen, hat sich nicht dauerhaft behaupten können.

Dabei stand das Stück von Uwe Scholz, will man den Kritikern Glauben schenken, seinerzeit gleichsam unter Strom. «Vom Blitz der Erkenntnis getroffen», hieß es damals, agierten die Tänzer wie elektrisiert.
«Herzbrennen» nennt Mario Schröder nun den dreiteiligen Ballett-abend mit Werken von Uwe Scholz, den das «Erste Klavierkonzert» eröffnet. Damit betont der Leipziger Ballettchef weniger die akademische Seite seines Mentors, auch wenn der sich bei seiner Béla-Bartók-Interpretation auf Balanchine bezieht. Vielmehr wird das Augenmerk der Zuschauer auf andere Aspekte der Choreografie gelenkt, und tatsächlich finden sich ...

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Tanz Oktober 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 42
von Hartmut Regitz

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