die lehrerin: ioanna srinivasan
Sie unterrichten seit 1997 in Berlin Kathak, treten solo und mit Ihrer Kompanie auf. Bei uns ist diese klassische nordindische Tanzform recht unbekannt – was hat Sie daran gereizt? Mit elf Jahren sah ich in Berlin eine Tanz-Performance und war begeistert. Ich dachte, das will ich lernen. Nach der Vorstellung habe ich die Tänzer ausgefragt, wie lange man dafür lernen muss. Und einer antwortete, er tanze seit 25 Jahren. Oh, dachte ich damals – das ist aber ganz schön lang.
Heute finde ich es selbstverständlich, dass man so viel Zeit in Kathak investiert, zumindest, um professionell tätig zu sein. Damals bin ich dreimal die Woche zum Tanzunterricht gegangen, und mit 14 Jahren bin ich nach Indien gereist, um dort weiter zu lernen. Es gab eine Zeit, in der ich acht bis neun Stunden täglich trainiert habe.
Ihr Name gibt Rätsel auf. Haben Sie eine besondere Verbindung zu Indien? Ich habe griechische Wurzeln, bin größtenteils in Deutschland aufgewachsen, der Nachname stammt von meinem Mann. Ich fühle mich eigentlich überall zu Hause, so lange ich arbeiten, das heißt choreografieren und tanzen kann. Kunst hat für mich nichts mit Herkunft zu tun. Sie spricht eine universelle Sprache in ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: praxis, Seite 74
von Antje Stiebitz
Im April konnten die Inhaber von Tanz- und Ballettschulen aufatmen – eine wichtige Schlacht war gewonnen: Damals wurde geregelt, dass die Finanzbehörden der Länder auf Antrag den Teil des Lehrangebots einer Tanz- und Ballettschule umsatzsteuerfrei zu stellen haben, der «auf einen Beruf oder eine vor einer juristischen Person des öffentlichen Rechts abzulegende...
karriere_________
darcey bussell
is back in business: Vor fünf Jahren hatte die damals 38-jährige Ballerina des Royal Ballet Abschied von Covent Garden genommen und war nach Australien und ins Familienleben entschwunden. Nebenher veröffentlichte sie Bücher und Pilates-DVDs, was auf die Dauer wohl doch nicht die ganz große Erfüllung war. Nicht für eine Tänzerin,...
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