ksk in gefahr
Das müsste doch alle Politiker unseres Landes erfreuen: Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik, der Deutsche Tonkünstlerverband, der Deutsche Bühnenverein – vertreten durch seinen Geschäftsführenden Direktor Rolf Bolwin, der zugleich Vorsitzender des Beirats der Künstlersozialkasse (KSK) ist –, fordern von der Deutschen Rentenversicherung, sie möchte Unternehmen (und damit auch die von ihnen jeweils vertretene Klientel) gefälligst schön regelmäßig prüfen.
Wie bitte, mag man sich da fragen? Was sonst dem Unternehmer oder dem Freiberufler schon mal die Nachtruhe raubt, wenn sich nämlich das Finanzamt oder die Deutsche Rentenversicherung zur Betriebsprüfung ankündigt, wollen die genannten Verbände allen Ernstes gleich alle vier Jahre haben?
Ja, so lassen sie verlautbaren. Denn sie hatten gehofft, dass im Zuge einer von der Bundesregierung vorgesehenen Neuorganisation der bundesunmittelbaren Unfallkassen, zu denen die KSK gehört, im Vierten Buch des Sozialgesetzbuchs festgeschrieben würde, die korrekte Abführung der Künstlersozialabgabe alle vier Jahre bei den Arbeitgebern Deutschlands zu prüfen. Und sie beklagen, dass die Fraktionen von CDU/CSU und FDP diese Prüfungspflicht aus ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: praxis, Seite 101
von Klaus Kieser
Pál Frenák, Ihre Heimat Ungarn macht derzeit ziemlich viele negative Schlagzeilen, und Ihr Kollege Iván Markó hat offen für den rechtsnationalen Präsidenten Viktor Orbán Partei ergriffen … Iván Markó hat in meinem Leben eine große Rolle gespielt, er hatte sogar einen gewissen Anteil daran, dass ich Mitte der 1980er-Jahre das Land verlassen habe. Bereits damals gab...
Ausgerechnet der Tod, ausgerechnet die Sterbenden tanzen in den Totentanz genannten Darstellungen, wie sie seit dem Mittelalter verbreitet waren. Sie tanzen gemeinsam und nicht selten wild, in ihren letzten Momenten wie außer Rand und Band. Die Knochen der Totengerippe biegen sich bisweilen wie Gummi; lässig federn die muskel- und fleischlosen Gesellen in den Knien...
Der Background ist beängstigend. Noch bevor das eigentliche Stück beginnt, spielt Christoph Winkler einen Soundtrack des Schreckens, der einen schon das Fürchten lehren kann, eine dumpfe Geräuschpalette, die auf eine Demonstration hindeutet, ein ohrenbetäubendes Trillerpfeifenkonzert, vereinzelte Sieg-Heil-Rufe, die das hörbare Ereignis ganz offensichtlich der...
