leipzig: Christoph Winkler: «RechtsRadikal»

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Der Background ist beängstigend. Noch bevor das eigentliche Stück beginnt, spielt Christoph Winkler einen Soundtrack des Schreckens, der einen schon das Fürchten lehren kann, eine dumpfe Geräuschpalette, die auf eine Demonstration hindeutet, ein ohrenbetäubendes Trillerpfeifenkonzert, vereinzelte Sieg-Heil-Rufe, die das hörbare Ereignis ganz offensichtlich der rechtsradikalen Szene zuordnen. Was man sieht, will zu dem akustischen Overkill nicht so recht passen.

Vier Frauen treten auf den Plan, eine nach der anderen: Mercedes Appugliese zunächst, sehr weich und wunderschön, mit einem gerundeten Rücken, der etwas von einem Bogen hat. Dann Emma Daniel, die man für eine Schülerin halten könnte, mit Bewegungen, die Bockigkeit ahnen lassen. Die Dritte, Shiran Eliaserov aus Israel, wirkt vergleichsweise lasziv und dennoch etwas verloren in ihrer Weiblichkeit. Claire Vivianne Sobottke wiederum ist eine Schauspielerin, die man zunächst nicht unbedingt als Tänzerin identifizieren würde.

Ganz unterschiedliche Frauentypen, die eines allerdings gemeinsam haben: Nie und nimmer würde man sie der rechtsradikalen Szene zuordnen. Eher könnte man sie sich in einer Autismus-Studie vorstellen, ...

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Tanz August/September 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von Hartmut Regitz

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