Josep Caballero García
… Eine Arbeit mit Jugendlichen in Düsseldorf, denen ich und meine Kollegin Kamila Kurczewski nie analog begegnet sind.
Produktiv sein müssen und choreografische Gruppenarbeit gewährleisten, um die Lage zu retten? Nein, ich hatte keinen Bock. Ich habe mich eher auf einzelne Proben oder Gespräche konzentriert; erst mal, um einen Raum zu schaffen, in dem jede*r sich äußern kann, was sie oder ihn umtreibt, welches die Herausforderungen sind, mit denen wir es zu tun haben, im Privaten wie im Künstlerischen.
Auf dieser Basis konnten wir individuell entscheiden und gemeinsam besprechen, welcher Fragestellung man nachgehen will. Jede*r von uns konnte individuell kurze Videos vorbereiten, um performatives Material zu generieren. Mit der Zeit habe ich gesehen, dass jede*r, ob bewusst oder unbewusst, mit ihrer/seiner Privatsphäre konfrontiert war: Was lasse ich von meinem privaten Raum auf dem Bildschirm erscheinen. Wie gehe ich damit um, mich zu veröffentlichen? Obwohl es bei einigen den Versuch gab, Privates zu vermeiden, hat sich vieles unsichtbar ins Material eingeschrieben. Eine unkontrollierbare Energie oder Aura. Das Private und das Öffentliche haben sich in einer unsichtbaren Weise ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 95
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Die Corona-Pandemie war ohne Zweifel eine Herausforderung, und wie so oft ist eine Krise auch die Chance für Weiterentwicklung und Veränderung. Neue Vermittlungsformate wie Moodle wurden eingerichtet, es kam vermehrt zu Kleingruppenarbeit, Online-Klassen via Zoom wurden zum Alltag. Sinnvolle Aufgaben zu stellen, damit Studierende nicht Stunde um Stunde vor dem...
Im August 2020 fing unsere erste Spielzeit als neugeformtes Ballett am Rhein an. Die Welt stand still, aber wir bewegten uns weiter. Wortwörtlich: Im Ballettsaal, im digitalen Raum und in unseren Köpfen und Herzen wurde unsere Vision für diese Compagnie weitergesponnen, vorangetrieben, vergrößert und bereichert von und mit den Menschen, die mir an den Rhein gefolgt...
Zu Beginn der Corona-Krise, während des ersten Lockdowns, war es ganz schön schwierig, in Form zu bleiben. Seitens der Kompanie wurde uns eine Stange und ein Tanzboden zur Verfügung gestellt, damit wir per Zoom von zu Hause aus trainieren konnten. Ich versuchte, eine Weile so Unterricht zu nehmen, merkte aber schon bald, dass das mit meiner normalen Arbeitsweise...
