Josep Caballero García

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

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… Eine Arbeit mit Jugendlichen in Düsseldorf, denen ich und meine Kollegin Kamila Kurczewski nie analog begegnet sind.

Produktiv sein müssen und choreografische Gruppenarbeit gewährleisten, um die Lage zu retten? Nein, ich hatte keinen Bock. Ich habe mich eher auf einzelne Proben oder Gespräche konzentriert; erst mal, um einen Raum zu schaffen, in dem jede*r sich äußern kann, was sie oder ihn umtreibt, welches die Herausforderungen sind, mit denen wir es zu tun haben, im Privaten wie im Künstlerischen.

Auf dieser Basis konnten wir individuell entscheiden und gemeinsam besprechen, welcher Fragestellung man nachgehen will. Jede*r von uns konnte individuell kurze Videos vorbereiten, um performatives Material zu generieren. Mit der Zeit habe ich gesehen, dass jede*r, ob bewusst oder unbewusst, mit ihrer/seiner Privatsphäre konfrontiert war: Was lasse ich von meinem privaten Raum auf dem Bildschirm erscheinen. Wie gehe ich damit um, mich zu veröffentlichen? Obwohl es bei einigen den Versuch gab, Privates zu vermeiden, hat sich vieles unsichtbar ins Material eingeschrieben. Eine unkontrollierbare Energie oder Aura. Das Private und das Öffentliche haben sich in einer unsichtbaren Weise ...

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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 95
von

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