Timothy van Poucke

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

Zu Beginn der Corona-Krise, während des ersten Lockdowns, war es ganz schön schwierig, in Form zu bleiben. Seitens der Kompanie wurde uns eine Stange und ein Tanzboden zur Verfügung gestellt, damit wir per Zoom von zu Hause aus trainieren konnten. Ich versuchte, eine Weile so Unterricht zu nehmen, merkte aber schon bald, dass das mit meiner normalen Arbeitsweise nicht viel zu tun hatte. Also beschloss ich, eine kleine Auszeit vom Balletttraining zu nehmen, in der Hoffnung, dass uns die Studios schon bald wieder zur Verfügung stehen würden.

Ich nutzte die seltene Gelegenheit, meinem Körper eine komplette zweimonatige Erholungspause zu gönnen. Die plötzliche Freizeit gab mir Gelegenheit, mich diversen anderen Aktivitäten zu widmen: Ich kochte, spielte Schach oder Gitarre und schaute viele Filme. Zum Glück durften wir unser tägliches Training nach zwei Monaten wieder im Studio bzw. Gym absolvieren – wenn auch unter strikten Covid-Auflagen. Allmählich erlangten wir unsere «Performance shape» wieder und konnten unserem Publikum Streams anbieten.

Dass wir für ein Online-Publikum performen konnten, war schon toll. Mir hat das gezeigt, dass Künstler, unter welchen Umständen auch immer, ...

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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 112
von

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