Johan Kobborg: «La Sylphide»
Das Zürcher Ballett hat sich der Traditionspflege verschrieben. Die Spielzeit eröffnete die Kompanie von Heinz Spoerli mit William Forsythes «Artifact», einem Schlüsselwerk aus den Anfängen der Ballett-Dekonstruktion. Nun ist es zu den Ursprüngen des Romantischen Balletts zurückgekehrt und führt «La Sylphide» auf. Die alte Geschichte von James, der statt die brave Effie zu heiraten, einer Luftfrau in den Wald nachrennt und so in seinen und ihren Untergang. Der Royal-Ballet-Tänzer Johan Kobborg hat sie einstudiert, seine Version von 2005, die er für das Royal Ballet in London schuf.
Schon da berief er sich auf August Bournonvilles dänische Fassung von 1836.
Johan Kobborg war Solist des Royal Danish Ballet, bevor er nach London zog und mehrmals die Rolle des James tanzte. Weil dieser Tanz immer wieder ein bisschen anders war, nahm er sich das alte Libretto vor und stellte fest, dass Musiksequenzen aus der Sylphide-Praxis verschwunden waren. Er habe nun einiges des ursprünglichen Materials ins rechte Licht gerückt, das wesentlich zur Geschichte gehörte und einer sanften Modernisierung dienen könnte, indem er es zum Teil anders verwendet.
Ein Pas de deux zwischen der Sylphide und James ...
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