Die Tanznacht

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Die Tanznacht in Berlin dauert trotz nahezu gleichem Budget diesmal sagenhafte vier Tage und drei Nächte: vom 4. bis zum 7. Dezember. Damit man nichts verpasst, stehen in den UferHallen im Wedding mehrere Wohnwagen zum Übernachten in der alten Bus-Reparaturwerkstatt. Frühsport ist am lieblichen Panke-Bach möglich. Es gibt Workshops, Installationen, Aufführungen und den Improabend «Denn» von Laurent Chétouane, dem Gewinner des Essener «Wild Card»-Preises.

Ihn erhielt er bei den von Bettina Milz ausgerichteten favoriten 08 für sein «Tanzstück #1: Bildbeschreibung von Heiner Müller» (ballet-tanz 5/07). Auch sein Tänzer Frank Willens wurde bepreist. Begründung: Das Theater der beiden hält dem «Bombardement der Bilder» stand, «mit einem Körper, der sich gegen alle Besetzungen durch eine Grammatik der Sprache oder des Tanzes behaupten will. Alles wird abgestritten: die Beschreibung des Bilds, die Bedeutung der Worte, die Kontrolle über den Körper. Plötzlich entsteht im Umgang mit den Zwängen eine befremdliche Freiheit», nach der auch der Ausrichter der Tanznacht, Peter Stamer, sucht. Kompromisslos, fast ohne Geld und voller Zuversicht.
 

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Boulevard, Seite 26
von

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