Jo Fabian
Jo Fabian taucht wieder auf aus «Second Life», der virtuellen Landschaft im Computer-universum, in der sich bis zu neun Millionen Menschen tummeln und Fabians einziges Tanzhaus in dieser simulierten Gegenwelt besuchen (ballet-tanz 10/07). Kaum ist Jo Fabian aus dem virtuellen Exil zurück, geht’s sofort in die Problemzonen der Realität. Seine Premiere von Coil. die auferstehung am 22. Mai im Berliner Orphtheater ist Auftakt zum Abschied.
Die seit 1990 von Ostberliner Künstlern um Matthias Horn betriebene Spielstätte soll ab 2009 wegen «Formalismus und Inhaltsleere» keine Senatsförderung mehr erhalten. Gegründet wurde das Theater, weil es gegen den Formalismus und die Inhaltsleere des Westens war. Es etablierte eine intellektuelle Parallelwelt mit Künstlern wie Susanne Truckenbrodt und Uwe Schmieder. In unmittelbarer Nachbarschaft wird nun auch das Theaterhaus Mitte abgewickelt. Die Nutzerinitiative, die vor allem Probenräume an freie Kompanien vermietet, soll schon zum Juni einem Schulbetrieb weichen.
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