jiří und otto bubenícek

Tanz - Logo

Die beiden tschechischen Tänzer und Zwillingsbrüder Jiří und Otto Bubeníček sind trotz längst verschiedener Wirkungsstätten in Dresden und Hamburg zu keiner Zeit völlig getrennte Wege gegangen. Mit «Les Ballets Bubeníček» sorgten die außergewöhnlichen Künstler zu Jahresbeginn 2014 an zwei Abenden im restlos ausverkauften Prager Nationaltheater für einen wahren Tanzgenuss.

Sie hatten bereits 2009 als «Bubeníček and Friends» im Národní divadlo enormen Erfolg, gastierten nun erneut mit ihrem zeitweilig zusammenarbeitenden Ensemble, dem hervorragende Tänzer angehören, überwiegend vom Semperoper Ballett Dresden wie auch aus Berlin und Stockholm.

Zu den in Prag vorgestellten vier Bubeníček-Choreografien gehörte beispielsweise «Le Souffle de l´esprit», 2007 für das Zürcher Ballett geschaffen, ein von Leonardo da Vinci inspiriertes Werk, mit einem wunderbaren Männertrio, getanzt von Jiří und Otto Bubeníček sowie Jon Vallejo – und das ist dann eben Tanz vom Feinsten. Wobei nicht jede der Arbeiten auch eine meisterliche Choreografie ist; etliches daran wäre zu überdenken. «Toccata» allerdings von Jiří Bubeníček zur Klavierkomposition seines Bruders Otto ist ein kostbares und mit schönster ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 152
von Gabriele Gorgas

Weitere Beiträge
nacho duato

Die Federn der Fachpresse wider seine Berufung sind gespitzt, manches Messer zum genüsslichen Tranchieren der Personalie scheint dauergewetzt. Über seinen Zenit als Choreograf sei er hinaus, wird gewettert. Rein sachlich tritt Nacho Duato als neuer Intendant beim Staatsballett Berlin ein zwiespältiges Erbe an. Er übernimmt eine formidable, konkurrenzfähige...

Ikone

Sauber angeordnet stehen die Kaffeehausstühle und -tische auf der Bühne, als stammten sie aus Jim Jarmuschs Episodenkino «Coffee and Cigarettes». Oder aus dem kleinen Film «Coffee with Pina» von Lee Yanor. Es sind runde Grübeltische, Geständnistische, Weißt-du-noch-damals-Tische. Heute wären sie gedeckt mit Tablets und Tofutellern und kaum noch dazu geeignet,...

an kaler

Bei An Kaler läuft alles in Richtung einer Künstlerinnen-Biografie, die markante Spuren im zeitgenössischen Tanz hinterlassen könnte. Nach ihren Studien – «Transmediale Kunst» an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, Tanz an der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität und «Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie» am Berliner Hochschulübergreifenden...