Jenseits

Was Matrosen in einem gesunkenen U-Boot träumen – von Yvonne Pouget und Hélène Yousse

Tanz - Logo

Drei Tage lang schienen sie dem Tod geweiht. Umgeben von Dunkelheit, Kälte, erdrückenden Wassermassen am Grund des Pazifiks. Das Tauchboot Pris As-28 hatte sich in der Verkabelung einer unterseeischen Abhöranlage verheddert. Dann werden die sieben russischen Matrosen geborgen. Und können den Himmel wieder sehen: «Hoch oben weites Blau»! Unfall und Bergung gehen durch die Presse. Fakten, Zahlen.


yvonne pouget fragt dagegen: Wie ist es den Männern ergangen? Wohin gingen ihre Seelen in dieser ausweglosen Stahlbüchse unter dem Meer? Die Butoh-Tänzerin und Choreografin, die sich viel mit Traumaforschung beschäftigt, setzt zusammen mit der französischen Bildhauerin hélène yousse der posttraumatischen Belastung ein liebevoll poetisches Denkmal: Gewidmet der Rettung des unsichtbaren Soldaten und des Mädchens, das er an Land zurückgelassen hat.

Die Premiere von «Hoch oben weites Blau» ist am 26. Juni im Münchner
i-camp, www.i-camp.de, Tickets: +49-89-650000.
© Hélène Yousse

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2008
Rubrik: Jenseits, Seite 72
von Yvonne Pouget, Hélène Yousse

Vergriffen
Weitere Beiträge
Was denkt Panaibra Gabriel Canda

ist der bekannteste Choreograf in Maputo, Hauptstadt von Mozambique. Seine kleine Tanzorganisation «CulturArte» ist ein Büro im ersten Stock an der Avenida Mao Tse Tung. «Meine Schaltung nach Europa», sagt er. Ohne die Brüsseler Schule P.A.R.T.S, das portugiesische Tanzfestival Alkantara und das französische Kulturzentrum in Maputo gäbe es keinen Choreografen...

Detlev Glanert

«Ich bin Gott», notiert er Anfang 1919 in sein Tagebuch – und hatte recht, was seine Kunst betrifft, die ihn in den Augen seiner Zeitgenossen anbetungswürdig macht. Aber er meint wenig später auch: «Ich bin nicht Gott ... Ich bin kein Mensch ... Ich bin ein wildes Tier und ein Räuber ... Ich bin nicht Nijinsky, wie Sie denken ... Nijinsky, das bin ich.»...

Aydin Teker

Aydin Teker «harS»
Harps are not considered “sexy.” Since Marie-Antoinette they are “feminine.” And became a preferred instrument for romantic (ballet-) composers. Astonishing to see a harp in contemporary choreography, especially if it’s cast as a “dancer.” However, that’s the idea of “harS.”
“harS” is a solo the Turkish choreographer Aydin Teker worked out for and...