Kreative Kollisionen
Die Tanzfabrik in der Möckernstraße in Berlin ist schon lange nicht mehr allein. Aber sie ist immer noch nicht nur eins von vielen Studios in der Hauptstadt. Sondern sorgt etwa zusammen mit der fabrik Potsdam – Schulter an Schulter – dafür, dass junge Choreografen Platz für ihre Arbeiten finden.
Aus dem alten Kollektiv der basisdemokratischen Einstimmigkeit, einem Kind der 1970er Jahre, ist spätestens in den 1990ern, der Zeit der «Dienstleister», ein Tanzhaus geworden, das seine Öffnung und Durchlässigkeit so rigoros betreibt, als sei hier ganz in der Nähe die Mauer gefallen. Kein festes Ensemble kroch mehr unter. Sondern es sponn sich ein loses Band zwischen Künstlern aus aller Welt.
Die Tanzfabrik will auch kein Zentrum sein. Denn es gibt keine Zentren mehr. Es steht auch kein Künstler «für» die Tanzfabrik. Man kann nicht sagen, David Brandstätter und Malgven Gerbes seien Künstler der Tanzfabrik. Das mochte noch für die Generation davor gelten, etwa für Helge Musial oder Ingo Reulecke, aber die Welt hat sich verändert. Sie reibt sich nicht mehr an einem Ort, sondern sucht ihre Orte überall, um Reibungen zu erzeugen, die sich vorzeigen lassen: in der Tanzfabrik.
Für Malgven ...
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Kader Belarbi wird am am 13. Juli seine Bühnenkarriere an der Pariser Opéra offiziell beenden, nach einem letzten Auftritt in Carolyn Carlsons «Signes» – einem Werk, das er zusammen mit Marie-Agnès Gillot tanzt (und das ihn schon jetzt auf DVD etwas unsterblicher gemacht hat). Längst hat er unterdessen eine Karriere außerhalb des Hauses begonnen.
Schon seit 1991...
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Pascal Touzeau wird 2009 Ballettdirektor am Staatstheater Mainz. Er übernimmt den Posten von Martin Schläpfer, der nach Düsseldorf wechselt. Vor 39 Jahren in Bordeaux geboren, tanzte Touzeau erst in Bonn bei Youri Vàmos und als Solist in Wiesbaden bei Pierre Wyss. Es folgten zehn Jahre am Ballett Frankfurt bei William Forsythe. Nebenan am Mousonturm versuchte er...
