Ins siebte Himmelreich
Bis ins 7. Jahrhundert stritten sich Römer und Wisigothen (Westgothen) um die Vorherrschaft zwischen Nîmes und den Pyrenäen, mordeten und brandschatzten. Kriegsherren kämpften heute gemeinsam, morgen gegen den eigenen Bruder. Sieben bedeutende Städte umfasste die Region. Doch dass die Römer sie wirklich als «Septimania» führten, ist eher ein Gerücht. Aber der Name klingt glockenhell in den Ohren von Georges Frêche, dem Président der Région Languedoc-Roussillon.
Er bereitet die Umbenennung «seiner» Region vor, und der Tanz muss helfen, die Geltungssucht des Möchtegern-Mitterands zu befriedigen. «Septimanischer» Wein steht in den Regalen, und Montpellier Danse lädt uns zu einer regionalen Plattform: Septimanie Danse. Dass sie hier populistisch eingespannt werden, veranlasste einige Choreografen zur Absage. Die Pragmatischeren gaben nach. Denn während die Zahl der Kompanien sich verdoppelte, blieben die Auftrittsmöglichkeiten ähnlich rar wie im 7. Jahrhundert. In Montpelliers Nachbar- und Hafenstadt Sète ging die Szene darum auf die Straße und präsentierte, angeführt von Fabrice Ramalingom, Soli in Fußgängerzone und Markthalle. Der Bevölkerung waren Einkaufen und Pastis aber ...
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Lieber Tanz
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Im Juli tritt der Sinn der Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland in Kraft. Bis gestern galt: Ein in Jerusalem ansässiger Palästinenser konnte nach Ramallah reisen, wenn er den richtigen Pass hatte. Ein in Ramallah lebender Palästinenser hatte keine Chance, mit dem falschen Pass je die nur 16 Kilometer entfernte Heilige Stadt zu sehen. Nun gilt gleiches...
