In Wien
Martina Hochmuth und Georg Schöllhammer, Publizist und Herausgeber der Kunstzeitschrift springerin, stellten elf Panels zusammen, die sich systematisch je einem der zentralen Begriffe widmeten, die in der Praxis und der Reflexion der vergangenen Jahre wichtig waren. Theorie seit dem Boom des Performativen, Research, Collaboration, Zuschauer und Performativität wurden in Vorträgen diskutiert. Es kamen Kuratorinnen, Ausbilder und Politikwissenschaftler zu Wort, die die Veränderungen im Bereich Kunst und Kultur in ihrem jeweiligen Feld in den Blick nahmen. Ist es zehn Jahre nach «Nom donné par l’auteur» damit vorbei? Auch mich überfiel diese Frage, nachdem ich eine Einladung zur Teilnahme an der Tagung bekam.
Eine theoretische Aufarbeitung der vergangenen zehn Jahre scheint mir so unnötig wie ein Kropf. Warum? Weil sie bereits stattgefunden hat, in einem ständigen Geben und Nehmen zwischen künstlerischer Praxis und theoretisch-kritischer Reflexion. Theorie und Praxis waren nie voneinander getrennt, gehörten als gleichwertige Partner dem gleichen Diskurs, dem gleichen Feld von Aussagen an, ohne dass die Theorie der Kunst dabei als Vorschrift vorausgegangen wäre (weder Xavier Le Roy noch ...
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