In Wien
Martina Hochmuth und Georg Schöllhammer, Publizist und Herausgeber der Kunstzeitschrift springerin, stellten elf Panels zusammen, die sich systematisch je einem der zentralen Begriffe widmeten, die in der Praxis und der Reflexion der vergangenen Jahre wichtig waren. Theorie seit dem Boom des Performativen, Research, Collaboration, Zuschauer und Performativität wurden in Vorträgen diskutiert. Es kamen Kuratorinnen, Ausbilder und Politikwissenschaftler zu Wort, die die Veränderungen im Bereich Kunst und Kultur in ihrem jeweiligen Feld in den Blick nahmen. Ist es zehn Jahre nach «Nom donné par l’auteur» damit vorbei? Auch mich überfiel diese Frage, nachdem ich eine Einladung zur Teilnahme an der Tagung bekam.
Eine theoretische Aufarbeitung der vergangenen zehn Jahre scheint mir so unnötig wie ein Kropf. Warum? Weil sie bereits stattgefunden hat, in einem ständigen Geben und Nehmen zwischen künstlerischer Praxis und theoretisch-kritischer Reflexion. Theorie und Praxis waren nie voneinander getrennt, gehörten als gleichwertige Partner dem gleichen Diskurs, dem gleichen Feld von Aussagen an, ohne dass die Theorie der Kunst dabei als Vorschrift vorausgegangen wäre (weder Xavier Le Roy noch ...
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«I’m not ballet», sagt Carolyn Carlson. Drum ändert sie auch den Namen des Ballet du Nord. Zwei Jahre, nachdem in Roubaix Maryse Delente von ihren Tänzern geschasst wurde, wissen die damals Streikenden nun endlich, was ihnen die Zukunft bringt: eine europäische Dance Fabric. Fabric = Fasern. Carlsons Wortspiel zielt auf einstige industrielle Größe. In der...
Wer sagt, dass auf einem Tanzfestival getanzt werden muss? Man kann auch Karten spielen. Selbstmörder-Quartett. Yves Kleins berühmtem Sprung von einem Stuhl folgte ein weniger berühmter Sprung von Paul McCarthy aus dem zweiten Stock und dann ein unberühmter von Edgar Aho. Aus dem 14. Stock. Edgar Aho war kein Künstler, sondern ein Freund der libanesischen Performer...
Around the world, Harald Lander (Photo: Huset Mydtskov) is known as the choreographer of “Etudes,“ a pedagogic demonstration ending in a French style finale. In Denmark, on the other hand, Lander‘s name is linked with scandal: in 1951 he was accused of sexual harassment and forced to flee the country and rebuild his career in Paris. On February 25, Harald Lander...
